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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Aktuelles im 1. Quartal 2018

 

Nicht schief, sondern krumm
Sonntag, 18. Februar 2018

Nest Hankensbüttel. Foto G. PapenburgSeit dem letzten kräftigen Sturm im Dezember ist beim Storchennest am Otterzentrum in Hankensbüttel (GF) eine deutliche Neigung zur Seite zu erkennen. Der Mast steht allerdings fest im Boden - in U-Eisen auf einem Betonblock. Krumm wird er lediglich im oberen Bereich. Einmal im Sturm oben zur Seite gedrückt hatte das sehr hohe Gewicht des Nestes bewirkt, dass der Mast nicht mehr in die Senkrechte zurückkam. Es besteht die Gefahr, dass die Krümmung weiter zunimmt und dadurch die Storchenbrut gefährdet wird. In einem ähnlichen Fall vor vier Jahren in Triangel reichte es, das Nest weitgehend abzutragen. Danach wurde der Mast von allein wieder grade.

In Hankensbüttel ist eine solche Maßnahme allerdings nicht so einfach möglich. Der Mast steht mehrere Meter vom Ufer entfernt auf einer kleinen Insel und ist nur zu Fuß über eine dafür extra zu errichtende Überquerung zu erreichen. Er kann so auch nicht aus seiner Verankerung gelöst und flach gelegt werden. Da die Storchensaison unmittelbar bevorsteht, ist in einer ersten Aktion jetzt geplant, mit Seilen den krummen Teil des Mast wieder gerade zu ziehen und dann festzubinden. Weitere Maßnahmen sollen dann nach Abschluss der Brutzeit überlegt und durchgeführt werden.

Nächste Rückkehrer im Kreis Gifhorn eingetroffen

Gestern ist in Radenbeck und in Wahrenholz jeweils der erste Storch angekommen, seit heute stehen gleich beide Brutstörche auf dem Nest in Hülperode - und alle wie schon in Triangel und Rothemühle wesentlich eher als je zuvor.

Überwinterungskolonie bei Narbonne
Donnerstag, 15. Februar 2018

Zur Vermutung, dass Weißstörche zunehmend bereits in Frankreich überwintern und darum so früh zurückkommen, hier nun ein weiterer Beleg:

2012 hatte ich nach Ausfall der Brutstörchin in Parsau/Ort (GF) drei Eier geborgen und nach Leiferde gebracht. Zwei Junge wurden dort flügge, darunter DEW 0X 642. Dieser, ein Weibchen, war 2017 Brutstorch in Drage-Stove (LK Harburg) und hat mehrfach im Reserve Africaine de Sigean (Südfrankreich) überwintert. Auf meine Frage, ob in diesem Tierpark noch mehr Störche überwintern, bekam ich soeben die Antwort: Wohl incl. einiger der 25-30 Brutpaare im Tierpark sind jetzt täglich bis zu 300-meistens aus Deutschland stammende- Überwinterer dort, die sich vor allem in den umliegenden Mooren und auf der Mülldeponie in Narbonne ernähren!

Nun kommen die nächsten zurück
Dienstag, 13. Februar 2018

Nach dem ersten Storcheneinflug Ende Januar gab es in den folgenden Tagen mit Einsetzen der Kaltluftfront keine weiteren Rückkehrer mehr. Seit gestern ist nun wieder Bewegung da. In Hoitlingen standen heute morgen erstmals wieder zwei Störche im Nest. Das Paar in WOB-Warmenau ist seit gestern komplett. In Ausbüttel/Siedlung kam ebenfalls gestern der erste Storch und musste gleich sein Nest gegen einen Konkurrenten -das überwinternde Männchen aus dem benachbarten Isenbüttel?- verteidigen. Er blieb über Nacht und war auch heute vormittag noch da.

Heute am frühen Nachmittag hielten sich sieben (!) Störche in der Deponie Wolfsburg auf, darunter das Paar aus Triangel, das gerade eingetroffene Männchen aus Hoitlingen, vermutlich auch das Weibchen, sowie drei unberingte Störche, darunter wohl auch die beiden aus Warmenau. Diese Beobachtung zeigt: Da zur Zeit der Boden noch gefroren ist und zumindest keine Regenwürmer erbeutet werden können, fliegen die Störche zur Deponie. Dort finden sie im Kompostierungsbereich offensichtlich immer etwas zu fressen.

Vergrämungsversuch
Sonntag, 11. Februar 2018

Strommasten Mainz-LaubenheimsIn Mainz-Laubenheim nutzen nun schon 25 Storchenpaare Strommasten als ideale Unterlage zum Bau ihrer Nester- mit weiterhin steigender Tendenz. Es ist aber auch schon zu storchenbedingten Störungen und Stromausfällen gekommen. Ein Entfernen der Nester im Herbst nutzt nichts. Im nächsten Frühjahr bauen die Störche dort einfach wieder neu.

Nun haben auch in Münster (NRW) die Störche diese Nistmöglichkeit entdeckt. Auch hier bringen Nestentfernungen nichts. Das zuständige "Westnetz" hat jetzt einen neuen Versuch gestartet. Storchenattrappe Vergrämungver-such NRWsEin Plastikstorch wurde auf dem Mast installiert in der Hoffnung, er werde Artgenossen abschrecken und so vom Nestbau dort abhalten.

Bisherige Erfahrungen mit Storchattrappen machen allerdings wenig Hoffnung, dass die Maßnahme erfolgreich sein könnte. In Gifhorn-Kästorf hatten die Nestbesitzer zusätzlich noch zwei Plastikstörche im Garten aufgestellt. Das Storchenpaar im Nest auf Mast daneben reagiert überhaupt nicht darauf. Anders verlief 2009 das Geschehen in Fredenbeck im Kreis Stade. Eine Nisthilfe dort war all die Jahre nicht angenommen worden. So setzte man einen Plastikstorch ins Nest. Alsbald erschien ein Storchenmännchen , "verliebte" sich in den Plastikstorch, versuchte sich immer wieder mit "ihr" zu paaren - und baute fleißig das Nest aus. Sollte dies auch die Storchenattrappe auf dem Mast in Münster bewirken, dann würde sich die erhoffte Abschreckungsmaßnahme genau ins Gegenteil verkehren. Und wie ging die Geschichte in Fredenbeck aus? Ein "echtes" Weibchen kam hinzu und attackierte die vermeintliche Rivalin heftig. Nachdem die dann aus dem Nest entfernt worden war, gab es nun ein "echtes" Storchenpaar. So hatte also der Plastikstorch für eine Neuansiedlung gesorgt!

Der erste Schwung ist durch - nehmen Überwinterungen in Frankreich zu?
Freitag, 9. Februar 2018

Ende Januar waren in vielen Regionen Norddeutschlands die ersten Störche eingetroffen. Seitdem werden kaum noch weitere Rückkehrer gemeldet. Dies liegt sicher wesentlich mit daran, dass sich die Großwetterlage verändert hat. Die kräftige Südwestströmung, mit der die ersten Störche gekommen waren, gibt es derzeit nicht mehr. Statt dessen hat sich bei uns eine Kaltluftfront breit gemacht. Offensichtlich bekommen die Störche dies bereits in ihren derzeitigen Winterquartieren oder zumindest unterwegs auf dem Rückflug mit. Dabei verstärkt sich inzwischen die Empfindung, dass die zuerst eingetroffenen Rückkehrer weder in Afrika, noch in Spanien, sondern viel näher an uns dran in Frankreich und den Niederlanden überwintert haben könnten. Von der am 24.01.18 in Hoitlingen eingetroffenen Störchin gibt es eine Meldung vom 2.01.2016 aus dem Departement Ain in Ostfrankreich- nur knapp 800 km von Hoitlingen entfernt. Insgesamt existieren aber kaum Winter-Ablesungen aus diesen Ländern, so dass wir derzeit noch auf Vermutungen angewiesen sind, dass sich der Trend, in immer geringerer Entfernung zum Brutstandort zu überwintern, weiter fortgesetzt hat.

Störche im Winter
Mittwoch, 7. Februar 2018

Zwei Störche aus meinem Betreuungsgebiet (Großmoor, Isenbüttel) überwintern hier. Vier weitere (Hoitlingen, Rothemühle und das Paar in Triangel) sind bereis Ende Januar aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt. Bislang fanden sie ein gutes Nahrungsangebot insbesondere an Regenwürmern vor. Doch nun friert es in den Nächten, und tagsüber steigen die Temperaturen kaum über Null Grad an. Wie kommen die Störche damit zurecht? Die Erfahrung zeigt: Minustemperaturen machen ihnen nichts aus. So haben vor einigen Jahren die beiden Altenceller Störche mehrere Nächte mit -13° problemlos überstanden. Doch was ist mit der Nahrung? Wenn der Boden gefroren ist, können doch kaum noch Regenwürmer erbeutet werden! Die Störche finden aber weiterhin Mäuse, Maulwürfe und auch Nahrung an/ in noch offenen Gräben und Flachgewässern. Sind Deponien in erreichbarer Nähe, werden auch die gerne aufgesucht. Hier gibt es im Biomüll und den Kompostierungsanlagen immer was zu fressen.

So entdeckte Betreuerkollege Georg Fiedler gestern in der Wolfsburger Deponie das Weibchen aus Hoitlingen (9 km Luftlinie) und beide Störche aus Triangel (11 km). Generell gilt, dass Störche auch mal längere Zeit mit nur wenig oder ganz ohne Nahrung auskommen können - siehe den Bericht von der wundersamen Storchenrettung unter Begebenheiten! -, als ein Storch drei Wochen ohne Nahrung überlebte. Sollte es für die Störche doch eng werden, können sie auch eine Winterflucht praktizieren - hin zur nächstgelegenen Deponie oder ins benachbarte (süd-)westliche Ausland. Als 2013 noch einmal von Mitte März bis Mitte April Winter mit Eis und Schnee herrschte, ist bei uns keiner der schon zahlreich zurückgekehrten Störche gestorben. Es ist also nicht notwendig, Störche im Winter zu füttern.

Hausputz an einem Tag erledigt
Freitag, 2. Februar 2018

Wenn die Störche nun wieder bei uns eintreffen, finden sie vielerorts dichten Grasbewuchs und manchmal auch noch andere Pflanzen auf ihrem Nest vor. Ich erhalte in jedem Frühjahr Anrufe, man müsse doch nun dringend das Nest "wieder sauber machen". Meine Antwort ist, dass dies die Störche selbst können und auch seit Jahrhunderten selbst machen, ohne dass wir Menschen ihnen die Arbeit abnehmen müssen.

Triangel. D. Trum 31.01.2018Nest Triangel. D. Trum 31.01.20178Am Dienstag (29.01.) traf das Storchenpaar in Triangel (GF) ein. Auf dem Nest war das Gras seit dem Herbst schon ganz schön kräftig gewachsen. Am Abend des folgenden Tages hatten die Störche ihr Nest vollständig vom Gras befreit - anbei die beiden Belegfotos von Detlef Trum, unserem Beobachter vor Ort.

Abgetragen werden sollte ein Nest, wenn es zu groß und zu schwer wird und/oder wenn Absturzgefahr besteht (siehe Beitrag vom Montag!). Die Entfernung des Grasbewuchses halte ich dann für sinnvoll, wenn ein Nest seit mehreren Jahren nicht mehr besetzt und in dieser Zeit richtig zugewachsen ist. Allerdings: Wie bei Menschen, so gibt es auch bei Störchen einige Paare, bei denen das Aufräumen keinen so hohen Stellenwert besitzt, z.B. zuletzt in Winsen/Aller Die lassen dann auch einiges an Grasbewuchs und anderen Pflanzen stehen. Auf dem Nest in Kaiserwinkel (GF) wuchs vor einigen Jahren eine großblättrige Pflanze, ohne dass die Brutstörche sie entfernten. An heißen Sonnentagen krochen die Jungen dann unter die Blätter und ersparten damit ihren Eltern die Beschattung.

Weitere Störche eingetroffen
Donnerstag, 1. Februar 2018

Im Kreis Gifhorn sind bisher die Störchin in Hoitlingen und das Paar in Triangel zurückgekehrt, in Wolfsburg je ein Storch in Heiligendorf, Velstove und Warmenau. Auch im weiteren Niedersachsen herrscht derzeit reger Flugverkehr. Hier eine kleine Auswahl: Im Gebiet Leinepolder Salzderhelden (Kreis Northeim) ist außer den drei dort überwinternden Paare nun auch das vierte komplett. Von dem auf dem Nest in Arpke (Region Hannover) gelandeten Paar muss zumindest der nun beringte Partner neu gegenüber dem Vorjahr sein. Er stammt aus Belgien. Ein Horst nahe dem Steinhuder Meer ist schon besiedelt. Auch im Kreis Harburg ist der erste Storch eingetroffen. Aus dem benachbarten Schleswig-Holstein wurden bisher fünf Rückkehrer gemeldet.

Allen diesen Störchen ist gemeinsam, dass sie so früh zurückgekehrt sind wie nie zuvor. Die Gründe dafür liegen zum einen in diesem extrem milden Winter. Der ist sicher auch hauptverantwortlich dafür, dass mit 78 bei uns in Niedersachsen überwinternden noch nie so viele Störche hier geblieben sind wie diesmal. Außerdem ist eine Entwicklung festzustellen, dass viele der Westzieher unter den Störchen nicht mehr bis Afrika fliegen, sondern bereits in Spanien und inzwischen auch schon in Frankreich und den Niederlanden überwintern. Sie machen die Erfahrung, dass es dort auch in den Wintermonaten genügend Nahrung gibt- warum sollen sie dann noch weiterfliegen? Von der Hoitlinger Störchin wissen wir durch eine Ablesung, dass sie in Frankreich überwintert. Das Triangeler Männchen wurde im Überwinterungsgebiet bei Pinto südlich von Madrid nachgewiesen.

Dass diese Störche nun gerade in den letzten Tage vermehrt eingetroffen sind, hängt sicher auch mit der Großwetterlage zusammen. Sie haben die derzeit starke südwestliche Strömung genutzt.

Auch der zweite ist ein Weibchen - der dritte dann das erste Männchen
Dienstag, 30.. Januar 2018

Triangel 30.01.18 (Foto D.Trum)Heute um 14.00 Uhr landete der erste Storch in Triangel. Da er nicht oberhalb des Knies beringt ist, spricht alles dafür, dass es sich um das langjährige-unten beringte- Weibchen handelt. Obwohl ja sonst oft der männliche Storch zuerst kommt und danach erst seine Partnerin, ist dies zumindest bei den ersten beiden Rückkehrern im Kreis Gifhorn andersherum, denn auch beim ersten Storch am Mittwoch in Hoitlingen handelt es sich ja um das Weibchen. Um 17.00 Uhr und somit drei Stunden nach dem Weibchen traf dann heute aber auch das Männchen in Triangel ein. Somit ist das Paar dort als erstes im Kreis Gifhorn bereits jetzt komplett (Foto D. Trum).

Auch für Wolfsburg wird aus Heiligendorf und Velstove der erste Storch gemeldet. Damit hat die Rückkehr der Störche aus ihren Winterquartieren in diesem Jahr so früh begonnen wie nie zuvor.

Die falsche Richtung
Montag, 29. Januar 2018

Osloß Nestabtrag ( Foto F.Börner)Vor sieben Jahren wurde das neue Nest auf dem Hausschornstein an der B 188 in Osloß (GF) installiert. Es ist seitdem ständig besetzt. Die Störche bauten fleißig weiter. Dabei fiel auf, dass sich das Nest über den ursprünglichen Rand hinaus immer weiter nach Osten hin ausdehnte. Die Sorge wuchs, es könnte möglicherweise eines Tages - vielleicht gerade auch bei einem Orkan - zu dieser Seite hin abkippen. Um dem vorzubeugen, wurde es heute mit Hilfe der FFW Gifhorn und der Ornithologischen AG Barnbruch um ein erhebliches Stück abgetragen.

Winterstörche 2017/18 In Niedersachsen
Samstag, 27.Januar 2018

Die 25 niedersächsischen Betreuer haben in diesem Winter 78 Weißstörche gemeldet, die hier geblieben sind. Die doch erhebliche Steigerung - im Vorjahr waren es 48 ist wohl zum einen in dem milden Winter und zum anderen in dem reichhaltigen Regenwürmerangebot auf den überschwemmten und dauerfeuchten Flächen begründet. Die Ragenwürmer kommen infolge von Sauerstoffmangel an die Oberfläche und brauchen nur noch abgesammelt zu werden.

Großmoorer Winterstörchin mit Reihern. Foto Susanne Mentz, Januar 2018Erstmals gibt es auch eine Überwinterung im Kreis Celle. Die zweijährige Brutstörchin aus Großmoor hat sich bei der Nahrungssuche einer Gruppe von bis zu 20 Silberreihern und einem Graureiher angeschlossen (Foto S. Mentz), kommt aber auch immer wieder auf ihr Nest auf der Kirche zurück.

Im Kreis Gifhorn ist das Storchenmännchen in Isenbüttel auch im dritten Winter nach seiner Freilassung in Leiferde hier geblieben.

Aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Braunschweig überwintern bei uns ferner: Die Storchenpaare aus Wendezelle und Vechelde, ein Brutstorch aus Watenbüttel, je einer im Kreis Wolfenbüttel und Göttingen, sowie drei Brutpaare im Gebiet Leinepolder Salzderhelden.

Der erste Storch ist eingetroffen
Freitag, 26. Januar 2018

Früher als in den Jahren zuvor (einzige Ausnahme: das damalige Hülperoder Männchen DEW 6X 858 am 20.01.2016) ist der erste Weißstorch bereits jetzt aus seinem Winterquartier in den Kreis Gifhorn zurückgekehrt. Seit Mittwoch (24. Januar) ist das Storchennest in Hoitlingen wieder besetzt. Anhand des Ringnummer DEW 1T 627 konnte heute geklärt werden: Es handelt sich um die dortige Brutstörchin der letzten beiden Jahre. Möglicherweise werden ihr weitere Artgenossen schon bald folgen. Sehr weit geflogen ist die Hoitlinger Störchin vermutlich nicht. Zuletzt wurde sie noch am 11. Oktober in einer Sechsergruppe in den Braunschweiger Rieselfeldern abgelesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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