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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Aktuelles im 2. Quartal 2018

 

Bisher besetzte Storchennester - Zwischenstand, wird laufend aktualisiert (? = muss noch bestätigt werden)

Kreis Celle: Ahnsbeck (2), Altencelle (2), Altencelle-Burg (2), Bannetze (2), Bleckmar (2), Bokelskamp (2}, Celle-Stadt (2), Eschede (-), Großmoor (2), Hambühren (1), Hohne (2), Hornbostel (2), Jeversen (2), Langlingen/Mylius (2), Langlingen/Schleuse (-), Nienhagen (2), Oldau (2), Wienhausen (2), Winsen (2), Wolthausen (2)

Kreis Gifhorn: Adenbüttel (2), Ahnsen (2), Allerbüttel (2), Ausbüttel/Dorf (-),, Ausbüttel/Siedlung (2), Barwedel (2), Betzhorn (2), Calberlah/Wiesen (2), Dannenbüttel (2), Didderse(2), Ettenbüttel (2), GF-Kästorf (2), GF-Lehmweg (2), GF-Winkel (2), Giebel (-), Groß Schwülper (2), Hahnenhorn (1), Hankensbüttel (2), Hoitlingen (2), Hülperode (2), Isenbüttel (2). Jembke (2), Kaiserwinkel (2), Klein Schwülper (2), Knesebeck (2), Leiferde/Mast (2), Leiferde/Schornstein (2), Leiferde/Weide links (2), Leiferde/Weide rechts (2), Leiferde/Weidenhütte (2), Müden-Langenklint (2), Neudorf-Platendorf 99C (2), Neudorf-Platendorf/Mooreiche (2),, Osloß (2), Radenbeck (2), Ribbesbüttel (-), Rötgesbüttel (2), Rothemühle (2), Rühen (2), Teichgut (-), Triangel (2), Tülau-Fahrenholz (1?), Ummern-Ost (2), Ummern-West (2), Volkse (2), Vollbüttel (2), Vorhop (2), Wahrenholz (2), Wasbüttel (2), Wesendorf (2), Westerholz (2), Weyhausen-Süd Hohe Horst (2), Weyhausen-West (2)., Wittingen (2)

Leiferde wird zur Storchenkolonie - junge Störche siedeln sich an
Dienstag, 24. April 2018

Im Vorjahr brüteten drei Storchenpaare auf dem Gelände des NABU Artenschutzzentrums Leiferde. Ein viertes baute sein Nest im Dorf auf einer gekappten Eiche. Das wurde dann im Herbst durch einen Orkan nahezu komplett heruntergerissen. In diesem Jahr finden sich dort oben nur ab und zu Besuchsstörche ein. Statt dessen haben sich zwei weitere Paare im Artenschutzzentrum niedergelassen. Das eine konnte gerade noch rechtzeitig vor Brutbeginn vom Netz oben auf der Greifvogelvoliere auf eine schnell errichtete Nisthilfe nebenan auf der Schilfhütte umgesiedelt werden. Inzwischen hat ein fünftes Paar eine weitere gekappte Weide als Standort gewählt. Auffällig, aber für dieses Storchenjahr typisch: In allen Fällen (bis auf das unberingte Paar auf Mast, bei dem darum keine Altersbestimmung möglich ist) ist mindestens ein Partner noch ganz jung. Zwei Jahre alt sind der Ringstorch auf der Kopfweide rechts und das Männchen auf der Schilfhütte, drei Jahre alt das Weibchen dazu sowie der Ringstorch auf der Kopfweide links - und natürlich auch Mai, die dänische Partnerin von Fridolin im Nest oben auf dem Schornstein. Sie gehören also alle zu den geburtenstarken Jahrgängen 2015 und 2016, die jetzt beginnen, in das Brutgeschäft einzusteigen. Dies trifft auch auf weitere Neuansiedlungen im Kreis zu. Wir dürfen gespannt sein, in wie vielen Fällen dann auch tatsächlich gebrütet wird und Junge ausfliegen. Für einen Bruterfolg vorteilhaft ist es, wenn der Partner des noch jungen Storches älter und erfahrener ist - wie dies bei Fridolin und Mai der Fall ist.

Weitere Informationen:

Nun werden auch aus Kaiserwinkel zwei Störche gemeldet. Es ist dies das aktuell 48. Paar im Kreis Gifhorn (Vorjahr 43). Nestbauaktivitäten konnten - wie bisher auch bei der Neuansiedlung in Allerbüttel - noch nicht beobachtet werden. Damit sinken die Chancen, dass es noch zu einer Brut kommen könnte.

Im Kreis Celle ist das überraschend in Eschede aufgetauchte Paar nach einer Woche weitergezogen. Auch hier wird es sich wohl um sehr junge Störche gehandelt haben.

Bereits jetzt 47 Storchenpaare im Kreis Gifhorn , 18 1/2 im Kreis Celle
Sonntag, 22. April 2018

Der insbesondere aufgrund der starken Jungen-Jahrgänge 2015 und 2016 erhoffte weitere Anstieg der Weißstorchpopulation tritt tatsächlich ein. Nachdem im Vorjahr im Kreis Gifhorn 43 Paare registriert wurden, sind es aktuell bereits 47. Dazu gehören derzeit außer nun sogar zwei weiteren Paaren im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde die Neuansiedlungen in Adenbüttel, Allerbüttel, Groß-Schwülper und Müden-Langenklint. An den Standorten, an denen sich bisher einmal ein Paar angesiedelt hatte, geschieht dies nun zum zweiten Mal in Barwedel, Gifhorn-Lehmweg, Klein Schwülper, Neudorf-Platendorf/Mooreiche und Ummern-West. Bisher lediglich kurzfristige Besuche gab vor allem im Gebiet Tülau-Fahrenhorst, Bergfeld, Parsau, Giebel und Kaiserwinkel, sowie in Teichgut.

Im Kreis Celle fehlt am vorjährigen Bestand von 19 Paaren derzeit noch der zweite Storch in Hambühren. Das Paar, das sich im Vorjahr erstmalig in Langlingen/Schleuse auf einer gekappten Eiche angesiedelt hatte, ist nicht wieder gekommen. Dafür gibt es nun aber nach etlichen Jahren wieder ein Paar in Eschede.

Natürlich können insbesondere sehr junge Paare doch noch wieder weiterziehen. Andererseits können aber auch noch weitere Paare kommen. Sie werden, wenn sie bis Mitte Mai eintreffen und mindestens vier Wochen bleiben, ebenfalls mitgezählt.

Werden sie denn nun hier brüten?
Donnnerstag, 19. April 2018

Durch den starken Einflug von zwei- und dreijährigen Störchen werden in diesen Tage auch von Orten Störche gemeldet, wo sie überhaupt noch nicht oder schon seit längerem nicht mehr waren. Es herrscht aber weiterhin ein reger Wechsel. Waren beispielsweise am Montag in Giebel ein Paar und in Kaiserwinkel der dort gebürtige Ringstorch, wurde seit Mittwoch keiner von ihnen mehr gesehen. Statt dessen stand je ein unberingter Storch in Kaiserwinkel und in Parsau/Ort. In Wettmershagen (Gemeinde Calberlah) hielt sich ein Paar auf einer gekappten Kastanie auf, versuchte sich sogar ein wenig mit Nestbau - allerdings nur bis gestern. Vielleicht handelt es sich aber auch um das neue Paar in Allerbüttel, von dem einer - DEW 6T 356 - 2016 in Hülperode beringt wurde. Auch in Adenbüttel ist einer - DEH HM 743 - zweijährig. Er stammt aus Seehausen in Thüringen. Das auch in Gerstenbüttel beobachtete Paar hat die letzten beiden Nächte in Ettenbüttel verbracht - eine Vorentscheidung?

Ob Paare mit zumindest einem ganz jungen Partner dann bleiben und ob es auch zu einer Brut kommt, wird sich zeigen. Paarungen und Nestbau bedeuten noch keine Garantie. Sollte einer von beiden noch nicht brutreif sein, dann klappt es nicht. Wenn beispielsweise beide Störche immer gemeinsam unterwegs sind, spricht das nicht für eine bevorstehende Brut. Und selbst wenn gebrütet wird, kann es sein, dass ein junger Partner sich (noch) nicht richtig daran beteiligt. Das dreijährige Männchen in dem von der Greifvogelvoliere auf die Weidenhütte umgesiedelten Nest in Leiferde denkt zur Zeit gar nicht daran, seine Partnerin beim Brüten zu unterstützen. Vielleicht reift er ja noch... Alle diese Beobachtungen sprechen dafür, dass es jetzt schon ein ereignisreiches Storchenjahr ist und das wohl auch bleiben wird.

Zurück zu den Wurzeln?!
Dienstag, 17. April 2018

Zu den gängigen Volksmeinungen über den Weißstorch, die so nicht stimmen, gehört auch, dass die jungen Störche später dorthin zurückkehren, wo sie aufgewachsen sind. Man kann sagen, dass sich etwa die Hälfte der bei uns flügge gewordenen Jungen dann später in einem Umkreis von etwa 50 km zum Geburtsort wieder ansiedelt. Bei etlichen beträgt die Entfernung aber auch Hunderte von Kilometern. Purer Zufall ist es hingegen, sollte ein Storch mal später selbst in dem Nest brüten, in dem er aufgewachsen ist. In den letzten Jahrzehnten ist mir nur ein Fall aus dem Storchendorf Wahrenberg an der Elbe bekannt. Seit gestern aber gibt es einen zweiten. Bei der Ablesung des Ringstorches, der vor einer Woche in Kaiserwinkel angekommen ist und sich nun auch mit dem Nestausbau beschäftigt, stellte ich zu meiner Überraschung fest: Er trägt die Nummer DEW 4T 446. Beringt habe ich ihn am 24.06.2015 in eben diesem Nest. Als nun Dreijähriger ist er also "heimgekehrt". Abzuwarten bleibt, ob er dann auch tatsächlich hier brütet. Heute morgen kam die Nachricht, nun sei ein Paar im Nest. Ob es das Paar aus dem nahe gelegenen Forsthaus Giebel war, das ihn vertrieben hat, oder ob er selbst nun einen Partner hat, ist zur Zeit unklar. In Tülau-Fahrenhorst stand ein Einzelstorch aut dem Nest.

Noch viel Hin und Her bei den Neuankömmlingen

Nicht alle Störche, die in diesen Tagen bei uns auf einem Nest landen, bleiben auch hier. Nicht selten sind es derzeit auch noch nicht ganz brutreife Störche, die dann weiterziehen. Im Kreis Celle wurden die beiden Störche, die von vorgestern auf gestern in Beckedorf übernachteten, vorher und danach im benachbarten Oldendorf gesichtet. Aber dort sind sie auch nicht mehr. Nachdem im Nest in Bleckmar kurzfristig gar kein Storch mehr war, sind es nach gestrigen Kämpfen, an denen auch ein vermutlich polnischer Storch beteiligt war, nun zwei Unberingte.

Im Kreis Gifhorn ist das Paar vom neuen Nest in Ausbüttel/Dorf inzwischen weiter nach GF-Winkel gezogen. Der Einzelstorch in Ribbesbüttel ist hingegen noch da. Erfreuliche Kunde kommt aus Allerbüttel. Dort ist seit Donnerstag ein Paar. Das könnte eine Neuansiedlung werden. Gleiches gilt für Adenbüttel. Dort ist seit zwei Tagen ein Paar komplett und hat auch übernachtet. Das Paar, das über Nacht und einen halben Tag in Ettenbüttel war, wurde anschließend in Gerstenbüttel gesichtet. Ein noch anderes Paar ist seit heute morgen auf der neuen Nisthilfe Müden- Langenklint. Ein dritter Storch, der anflog, ist wohl der aus Hahnenhorn.

Starker Einflug von jungen Störchen - mit mancher Überraschung
Sonntag, 15. April 2018

Seit vier Tagen treffen vermehrt Störche bei uns ein. Zuweilen kommen sie einzeln. Manchmal tauchen auch kleine Trupps auf. Einer oder zwei lösen sich aus der Gruppe und bleiben. Die anderen fliegen weiter. Es ist dies typisch für jüngere, meist zwei- und dreijährige Störche. Einige von ihnen sind schon brutreif oder werden es in der nächsten Zeit, die anderen ziehen als Übersommerer über Land. Da die meisten der "guten" Standorte schon besetzt sind, werden jetzt Störche auch aus Orten gemeldet, in denen sie bislang selten oder noch nie waren.

Im Kreis Celle ist seit drei Tagen ein Storch in Hambühren. In Beckedorf, wo noch nie Störche gebrütet haben, ist seit heute mittag ein Paar, das sich von einer gekappten Eiche angezogen fühlt. Es kann sein, dass es versucht, darauf ein Nest zu bauen. Möglich ist das durchaus, wie gelungene Beispiele im letzen Jahr in Langlingen/Schleuse und in Leiferde/Ort zeigen. Der Einzelstorch in Bleckmar hingegen wurde seit einem Tag nicht mehr gesehen.

Im Kreis Gifhorn wurden kürzlich in Privatinitiative zwei Storchennisthilfen in Ausbüttel/Dorf und in Ribbesbüttel aufgestellt. Sofort stellte sich ein Storch ein, der anfangs hin und her pendelte. Seit Freitag hält er sich mit einer unberingten Partnerin in Ausbüttel auf. In Ribbesbüttel ist nun ein anderer, ebenfalls unberingter Storch. In Barwedel wurde 2016 gleich im ersten Jahr nach Errichtung der Nisthilfe gebrütet. Ein Junges wuchs heran, starb aber im Schlagregen. 2017 blieb der Nest leer. In diesem Jahr wurde nun mehrfach ein dreijähriger Storch gesichtet. Am Freitag fand er eine Partnerin. Sie löste sich aus einer vorüberfliegenden Viergruppe und blieb.

In Ettenbüttel hatten drei Jahre lang keine Störche mehr gebrütet. Heute abend aber stand ein Paar auf dem Nest (Meldung Fr. Börner). Ebenfalls ein Storch wurde in Hahnenhorn gesichtet Und dann sind da noch die Neststandorte im West-Drömling und angrenzend, wo in den letzten Jahren nicht mehr gebrütet wurde. Am Freitag stand ein Storch im verwaisten Nest in Giebel. Dann wurde heute aus Kaiserwinkel ein Storch gemeldet, der schon seit einigen Tagen gekommen ist. Ein Storchenpaar hielt sich in Bergfeld auf. In Parsau/Ort waren auch zwei Störche, möglicherweise dieselben. In diesem Gebiet wird sich in den nächsten Tagen zeigen, wo Störche geblieben sind und ob es zu Wiederansiedlungen kommt.

Wird die Fünfte bleiben?
Freitag, 13. April 2018

Neues aus dem Kreis Celle:

Hohne, G. Papenburg 13.04.18In Hohne traf das Männchen am 5. März ein. Das Weibchen der Vorjahre aber kam nicht wieder. In den nächsten vier Wochen waren dann bis gestern vier verschiedene unberingte Weibchen im Nest auf der Kirche gelandet. Sie blieben jeweils mehrere Stunden, zwei auch über Nacht. Spätestens am folgenden Tag aber zogen sie dann wieder ab. Entweder waren sie mit dem "Gesamtpaket Nest, Männchen und Nahrungsbedingungen" nicht zufrieden - oder sie hatten ohnehin nur einen Zwischenstopp auf der Durchreise einlegen wollen. Gestern nun kam Weibchen Nummer fünf- und das ist bis jetzt geblieben. Die Nummer DEW 2T 589 des Ringes über dem linken Knie sagt mir: Ich habe sie 2015 im Nest in Vollbüttel (GF) beringt. Als nun Dreijährige wird dies ihr erster Brutversuch werden - wenn sie denn bleibt (Foto G. Papenburg).

In Altencelle- Burg Ist seit drei Tagen ein Paar, von dem der Ringstorch bereits im letzten Jahr als Vierjähriger hier weilte. Der andere, weil unberingt, ist neu. Neu ist auch das unberingte Weibchen in Langlingen, womit das Paar hier nun komplett ist. Durchaus überraschend kommt eine Meldung aus Eschede. Dort hatte die letzte Brut 1996 stattgefunden. 2013 hatte sich dann noch mal ein junges Paar für fünf Wochen im Nest bei Liljes in der Südstraße aufgehalten. Nun traf vor drei Tagen ein erster Storch dort ein, zu dem sich gestern ein zweiter gesellte. Es wird berichtet, die beiden seien eifrig mit dem Nestbau beschäftigt.

Kämpfe überall
Dienstag, 10. April 2018

Durch das Eintreffen von weiteren Ostziehern, die ihr angestammtes Nest schon besetzt vorfinden, und zugleich von meist jüngeren Westziehern, die auf Nestplatzsuche sind, kommt es nun zu oft heftigen Kämpfen. Im Kreis Gifhorn hatte vorgestern das frühere Männchen in Westerholz nun zum dritten Mal das Nest erobert und für einen Brutabbruch gesorgt (siehe Bericht 08.04.18). Ein wie durch ein Wunder zehn Meter unter dem Nest auf dem Rasen unversehrt aufgefundenes Ei wird nun in Leiferde bebrütet. Das - ja eigentlich unbeteiligte - Weibchen kann seitdem den linken Fuß nicht mehr voll aufsetzen, kann sich aber, wenn auch humpelnd, weiter fortbewegen. Ein Beinbruch oder ein ausgekugeltes Gelenk liegt damit offensichtlich nicht vor.

In Radenbeck hat nun eine achtjährige Störchin den Platz neben dem Männchen erobert. Sie musste 2013 in Parsau/0rt einem erst zweijährigen Weibchen weichen, brütete aber noch im selben Jahr in Sachsen-Anhalt. Seitdem ist sie nicht wieder abgelesen worden - bis dies heute in Radenbeck gelang.

In Ummern-West wurde das Paar, von dem mindestens ein Partner neu ist, von einem anderen Paar (aber nicht von dem aus Ummern-Ost, wie durch eine Telefon-Parallelschaltung nachgewiesen werden konnte,). angegriffen. Ausgang ungewiss.

Am Nachmittag kam es in Didderse zu Kämpfen mit zwei weiteren unberingten Störchen. Hier haben wohl die bisherigen Nestinhaber gewonnen.Nestkämpfe in Großmoor, Foto G. Papenburg 10.04.18

Im Kreis Celle begannen bereits gestern Kämpfe um das Nest auf der Kirche in Großmoor. Die vorjährige Störchin DEW 2T 566, die hier sogar überwintert hatte, musste nun direkt vor der ersten Eiablage der Störchin DEW 9X 278 weichen. Die war vorgestern nur kurz zu den Resten ihres im Vorjahr bei Langlingen/Schleuse auf einer gekappten Eiche gebauten Nestes zurückgekehrt und hatte nun offensichtlich etwas Besseres gesucht und gefunden. Allerdings gingen die Kämpfe auch heute noch weiter - möglicherweise mit einem noch wieder anderen Paar (Foto G. Papenburg).

Überraschung in Klein Schwülper
Montag, 9. April 2018

 Bis 2014 hatten die Störche in Klein Schwülper auf dem Hof Dralle gebrütet. Dann wechselte das Paar auf die nur 700 m entfernte neue Nisthilfe auf Mast in Rothemühle. Dort brütet es auch in diesem Jahr. Das Nest bei Dralles blieb fortan leer, und das ist auch 2018 bisher so geblieben. Groß war gestern meine Überraschung, als ich vor Ort in Klein Schwülper auf ein Storchenvorkommen nur zwei Grundstücke davon entfernt aufmerksam gemacht wurde. Ein Storchenpaar hatte sich in etwa 7m Höhe auf einer gekappten Kastanie ein Nest gebaut und brütet bereits. Von den Mietern des Hofes erfuhr ich, dass dort schon vor einem Jahr zwei Junge flügge geworden seien (!). Da der Hof etwas zurückliegt und das Nest von der Okerstraße aus nicht einzusehen ist, hatte von dem Geschehen bisher kaum jemand etwas gewusst -und ich auch nicht. Warum hatte sich das Paar gerade für diesen Standort entschieden statt für das traditionelle Nest auf dem Hof Dralle? Nun, auffällig ist, dass dieser neue Standort nicht wie auf Dralles Stallgebäude weithin sichtbar ist. Er liegt vielmehr richtig versteckt zwischen Hofgebäuden und hohen Bäumen, die so etwas wie einen Sichtschutz bilden - möglicherweise auch gegen die Revier-Konkurrenz aus dem nahegelegenen Rothemühle.

Veränderungen: Im Kreis Gifhorn sind nun auch die Paare in GF-Lehmweg, Hankensbüttel, Klein Schwülper und Volkse komplett. Der Storch in Neudorf-Platendorf/Mooreiche hingegen ist weiter gezogen. Im Kreis Celle ist in Bleckmar zur Zeit nur ein Einzelstorch. Der zweite hatte sich nach drei Tagen wieder verabschiedet. Für das Nest in Hambühren interessierte sich am Wochenende ein Trupp mit vier Störchen. Darauf brütet aber zur Zeit eine Nilgans - und die erwies sich als dominant. In Langlingen/Mylius ist heute das Männchen eingetroffen. Ob der gestern in Langlingen/Schleuse gemeldete Storch geblieben ist oder lediglich auf der Durchreise war, ist noch nicht klar.

Westerholz (GF): Zum dritten Mal in Folge Brutabbruch
Sonntag, 8 April 2018

Ei geborgen-Westerholz (Fr.Börner)Ab 2013 war DEH H 8270 das Storchenmännchen in Westerholz. Bis 2015 wurden dort sieben Junge flügge. Ab 2016 fand er als Ostzieher das Nest aber immer schon von bereits brütenden westziehenden Konkurrenten besetzt. Er zog sich ins benachbarte Teichgut zurück, flog aber dann von dort aus meistens schon/noch im Dunkeln seine Angriffe. Dabei wurde in den beiden Vorjahren die Brut in Westerholz zerstört - und in diesem Jahr erneut. Am späten gestrigen Abend eroberte er seinen Platz zuruck. Der Konkurrent wurde vertrieben, Die Störchin trug bei den Kämpfen offensichtlich eine Beinverletzung davon. Unter dem Nest lag ein tatsächlich noch heiles Ei. Friedrich Börner brachte es nach Leiferde, wo es in die Brutmaschine gelegt wurde. Unklar ist, wie schwer die Verletzung des Weibchens ist. Da die Brut noch ganz in der Anfangsphase war, ist evtl. ein Nachgelege möglich.

Es gab darüber hinaus neue Ankömmlinge, aber auch Veränderungen. Kreis Celle: In Bleckmar ist nach drei Tagen der zweite Storch wieder verschwunden. Anschließend kam es zu Kämpfen, wobei möglicherweise der Angreifer (das Männchen vom vorigen Jahr?) Sieger blieb. Nun ist immer nur ein Storch zu sehen. In Bockelskamp waren die beiden "Vertriebenen" auch heute noch zusammen. Aus Altencelle-Burg kam demzufolge keine Meldung mehr. Auf dem Resten des Baumnestes in Langlingen/Schleuse ist heute ein Storch gelandet. Ob es einer vom vorjährigen Paar war, muss noch geklärt werden. In Hohne scheint es auch mit dem bereits 5. Partner in Folge nicht zu klappen . Heute Nacht steht wieder nur noch ein Storch im Nest.

Im Kreis Gifhorn ist das Storchenmännchen aus Teichgut wieder auf sein "Stammnest" in Westerholz zurück gekehrt - siehe Bericht oben! Jeweils ein Paar ist inzwischen auch in Ummern/West und in Didderse angekommen. Der zweijähriger Storch, der mit ebenfalls zweijährigem Partner auf dem Nest in Hillerse stand, war gestern nach Volkse umgesiedelt und bildet dort auch heute mit einem nicht beringten Partner ein Paar.

     

Zwei Vertriebene finden zueinander
Freitag, 6. April 2018

Bockelskamp 2018 -zwei Vertriebene (G.Papenburg)sAus Bockelskamp (CE) kam heute die Nachricht, dass zwei Störche eingetroffen seien. Gerd Papenburg konnte beide ablesen. Das Weibchen ist DEW 4T 769 , nun drei Jahre alt, hatte bereits im Vorjahr hier gebrütet, allerdings wohl auf unbefruchteten Eiern. In diesem Jahr war es auf das Baumnest in Celle/Stadt gewechselt, musste aber dann dem danach eingetroffenen dortigen Weibchen weichen. Nun ist es zurückgekehrt. Das Männchen ist DER AV 762, ebenfalls nun drei Jahre alt. Im Vorjahr war es in Altencelle-Burg. In diesem Jahr nahm es aber zunächst den da noch freien Platz in Großmoor ein, wurde aber dann dort vom zurückgekehrten Männchen vertrieben. Daraufhin zog es sich wieder nach Burg zurück. Und nun ist es nach Bockelskamp gewechselt. Werden die beiden Vertriebenen nun in dieser Zusammensetzung hier bleiben? Vielleicht versucht das Männchen aber auch, das Weibchen nach Burg zu lotsen. Und das Bockelskämper Männchen des Vorjahres kann ja auch noch kommen. Es bleibt also spannend.

Der Einflug der Ostzieher geht weiter: In Ummern/Ost, Vorhop und Wasbüttel ist das Paar nun komplett.

     

 Jetzt treffen ältere Ostzieher und jüngere Westzieher ein - "voll im Plan"
Donnerstag, 5. April 2018

In den letzten Tagen sind vermehrt Ostzieher gekommen. Dies wird sich wohl auch in den nächsten Tagen fortsetzen. Es handelt sich dabei meist um ältere Störche, die schon wissen, wohin sie wollen. Etliche von ihnen hatten durch den Wintereinbruch auf dem Balkan zwischenzeitlich im Zugstau gestanden, konnten aber dann ihren Heimflug fortsetzen. Einige werden dabei feststellen, dass ihr Platz schon besetzt ist. Dann wird es zu Kämpfen kommen. Zuletzt gemeldet wurde der erste Storch in Wittingen sowie der zweite am Otterzentrum in Hankensbüttel. In Neudorf-Platendorf/Mooreiche übernachtet heute ein Storch. Mehr die ganz jungen Ostzieher (zwei und drei Jahre alt) werden dann wohl später bis in den Mai hinein eintreffen.

Bei den Westziehern hingegen kommen nach den Älteren jetzt vermehrt auch die Jüngeren, die erstmals geeignete Neststandorte für sich suchen. Dazu zähle ich aktuell die beiden Zweijährigen, (der eine stammt aus Espelkamp, NRW, der andere aus Walle, Landkreis Verden), die gestern das Nest in Hillerse besetzten. Sie blieben über Nacht und haben heute schon gemeinsam einen weiteren Interessenten abgewehrt. Auch der unberingte Storch, der nun den dritten Tag im benachbarten Volkse ist, könnte zu den Jüngeren gehören.

Im Vorjahr gab es im Kreis Celle 19 Paare (= 38 Störche). Bis jetzt sind 28 Störche eingetroffen. Das sind 75% . Im Kreis Gifhorn mit 2017 insgesamt 42 Paaren sind von den 84 Störchen aktuell 68 da , also 81%. Die Rückkehrer liegen damit in meinen beiden Betreuungsgebieten zum gegenwärtigen Zeitpunkt "voll im Plan".

     

Gut gemeint...
Mittwoch, 4. April 2018

Weil ein ungarischer Tierpfleger meinte, an einem verunglückten Storch Frostbeulen festzustellen, und die Beobachtung, dass viele nun zurückgekehrte Störche in ihren Nestern sitzen, interpretierte, dass sie wegen Frostbeulen nicht stehen können, ist heute via Facebook mit Mails der Aufruf an alle Storchenbeauftragten und Pflegestationen zu länderweiten "Rettungsaktionen" erfolgt. Auch ich wurde angeschrieben. Als Antwort übernehme ich diese Stellungnahme von Stefan Kroll:

    "Also, da wäre ich jetzt aber mal etwas zurückhaltender und möchte vor unnötigen Dramatisierungen warnen. Gab es nicht auch in Deutschland einen sehr kalten Märzwinter und schon viele zurückgekehrte Störche? Und wie war es in früheren Jahren auf dem Balkan? Gab es da noch keine späten Wintereinbrüche? Warum wurden danach keine massenhaften "Frostbeulen" bei den zurückgekehrten Störchen festgestellt? Ich habe davon jedenfalls noch nichts gelesen. Von einem einzelnen Exemplar, bei dem etwas Auffälliges festgestellt worden ist, sollte man sich jedenfalls nicht gleich verrückt machen lassen. Und die Störche in Ungarn - wer hat sie jetzt eigentlich alle systematisch erfasst? - sind vermutlich erschöpft vom sicher strapaziösen Zug und ruhen sich einige Zeit aus. Völlig normal. Der Weißstorch zieht vermutlich seit Tausenden von Jahren über diese Zugwege und die allermeisten haben es gut überstanden, auch wenn es im März einmal sehr kalt wurde. Ich warne davor, jetzt hier bei uns allen Störchen hinterherlaufen zu wollen, die sich "ungewöhnlich verhalten" und erst recht, diese auch noch alle einfangen zu wollen, weil sie "eventuell ganz schnell Hilfe" brauchen. Freuen wir uns lieber daran, sie in Ruhe und respektvollem Abstand zu beobachten!"

     

Frühling: die ersten Störche brüten, weitere treffen ein
Dienstag, 3. April 2018

Mittlerweile brüten doch schon etliche Paare. Den Anfang machten im Kreis Gifhorn am 24. März (Rothemühle) und 27. März (Hoitlingen) die Störche, die auch als erste zurückgekehrt waren. Inzwischen wird jetzt außerdem gebrütet in Ahnsen, Ausbüttel, Betzhorn, Calberlah, Dannenbüttel, GF-Kästorf, Hülperode, Leiferde/Mast (Fridolin und Mai auf dem Schornstein noch nicht!), Triangel, Vollbüttel, Wahrenholz und Wesendorf. Neu eingetroffen sind gestern der zweite Storch in GF-Lehmweg und das Weibchen in Isenbüttel. Für das junge Paar in Leiferde, das immer wieder versucht, auf dem Netz über der Greifvogel-Freiflugvoliere ein Nest zu bauen, gibt es seit heute eine Alternative: eine Weide im hinteren Teil des zweiten Geheges wurde gescheitelt. Nun sind alle gespannt, ob das Paar seine Nestbau-Aktivitäten hierhin verlagert.

Im Kreis Celle war Brutbeginn bisher in Ahnsbeck, Altencelle, Hornbostel, Nienhagen Wienhausen und Winsen. Dass man auch zu zweit nebeneinander im Nest sitzen kann, zeigte heute das Paar in Großmoor. Gemeinsam ließen sich die beiden von der warmen Sonne bescheinen und erwiesen sich dabei ab und zu gegenseitig kleine Halskraul-Aufmerksamkeiten. In Bleckmar ist seit gestern ein unberingtes Paar, vermutlich das vom letzten Jahr. Der dort bis dahin anwesende vermutlich dreijährige Ringstorch musste weichen. Ebenfalls komplett ist das Paar in Bannetze. Der Einzelstorch in Altencelle-Burg ist weiter da, obwohl er tagsüber kaum das Nest aufsucht und auch erst ganz spät am Abend zum Übernachten kommt.

Eine Frage wird mir häufiger gestellt: "Kann es sein, dass unsere Störche schon brüten, obwohl sie sich immer noch mal wieder paaren?" Ja, durchaus. Paarungen können auch dann noch stattfinden, wenn schon die ersten Eier im Nest liegen.

     

 

 

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