Direkt zum Seiteninhalt
2. Quartal 2024

(J1...) = Junges beringt oder in gleichem Alter; (J1+...) = weitere/s Junge/s in Pflegestation Leiferde gebracht

Im Kreis Gifhorn haben sich Storchenpaare niedergelassen in
      
Adenbüttel, Ahnsen, Allerbüttel, Ausbüttel-Dorf, Ausbüttel-Nord, Ausbüttel-Siedlung, Barwedel, Bergfeld, Böckelse, Brechtorf, Brome, Calberlah-Wiesen, Dannenbüttel (J4), Didderse, Ettenbüttel, Gerstenbüttel, GF-Kästorf (J2+1), GF-Lehmweg (J2), GF-Winkel, Gravenhorst, Groß Oesingen, Groß Schwülper, Hahnenhorn, Hankensbüttel, Hillerse, Hoitlingen (J3), Hülperode-Grenzweg, Hülperode-Zollhaus, Isenbüttel, Jembke, Klein-Schwülper-Okerstr.19, Klein Schwülper-Okeraue-Süd, Knesebeck, Lagesbüttel-Rotdornallee, Lagesbüttel-Schunterbrücke, Leiferde-Kirche, Leiferde NAZ-Mast 1 (J3), Leiferde NAZ-Mast 2, Leiferde NAZ-Schornstein, Leiferde-Plack, Lingwedel-Gamsener Weg, Lingwedel-Ort, Lüben, Müden-Alleraue, Müden-Langenklint, Müden-Molkereiweg, Neudorf-Platendorf Dorfstr. 27, Neudorf-Platendorf 99C (J4+1), Neudorf-Platendorf Mooreiche, Neuhaus, Ohof, Ohrdorf, Osloß-Mitte (J4), Osloß-Ost, Parsau-Ort, Radenbeck, Ribbesbüttel, Rothemühle-Im Winkel, Rothemühle-Mühle, Rothemühle-Okerstr. 51, Rothemühle-Okerstr. 67, Rötgesbüttel, Rühen, Schönewörde, Tappenbeck (J1), Teichgut, Tiddische (J1), Triangel (J4), Tülau-Fahrenhorst, Ummern-Dorfstr.18, Ummern-Ost, Ummern-West, Volkse, Vollbüttel, Vorhop, Wagenhoff, Wahrenholz-Angelverein, Wahrenholz-Kirche, Walle, Wasbüttel, Wesendorf-Mitte, Wesendorf-Nord, Westerbeck, Westerholz, Weyhausen-Schule, Weyhausen-West (J4), Wittingen, Zasenbeck.

Im Kreis Celle haben sich Storchenpaare niedergelassen in

Adelheidsdorf, Ahnsbeck, Altencelle, Altencelle-Burg, Bannetze-Eiche, Bannetze-Holzweg, Bleckmar, Bockelskamp, Bröckel Schornstein, Celle-Stadt (Fritzenwiese), Großmoor, Hambühren, Hohne-Kirche, Hohne-Knickbusch, Hornbostel, Jeversen, Lachte-Radweg, Langlingen-Ort, Langlingen-Schleuse, Nienhagen, Nienhagen Eiche, Oldau, Osterloh-Gottschalk, Osterloh-Pieper, Schepelse, Schwachhausen, Spechtshorn, Stedden, Thören, Wathlingen, Westohe, Wienhausen-Kloster, Winsen Allerwinkel, Winsen JHH, Winsen-Schornstein, Wolthausen.


Freitag, 24. Mai 2024
Bei der Beringung Brutstörchin tot im Nest aufgefunden
Gestern wurde mit den Beringungen der im Kreis Gifhorn begonnen. Der Celler Storchenbetreuer Gerd Papenburg konnte in 10 Neststandorten insgesamt 28 Jungstörche beringen. Dabei wurde festgestellt, dass Im Nest Gifhorn-Kästorf die Störchin tot im Nest lag. Die drei Jungen lebten. Vater "Georg" war in der Nähe. Was sollte nun mit den Jungen geschehen? In den "Aufgaben und Grundsätzen für Weißstorchbetreuer" wird auch auf solche Fälle Bezug genommen. Darin heißt es sinngemäß: sind beim Ausfall eines Elternstorches die Jungen über 4 Wochen alt, können die zwei kräftigsten von ihnen im Nest verbleiben und die übrigen entnommen und in eine Pflegestation gebracht werden. Begründung: in dem Alter kann es ein Elternstorch auch allein schaffen, zwei Junge weiter groß zu ziehen (so wie es ein Paar mit vier Jungen ja auch schaffen kann). Die Jungstörche in GF-Kästorf waren ab dem 21. April geschlüpft, also über vier Wochen alt. Bei dem Männchen "Georg" handelt es sich zudem um einen erfahrenen Brutstorch, der in diesem Nest seit 2011 schon 24 Junge großgezogen hat. Folglich lautete unsere Entscheidung: die beiden kräftigsten Jungstörche verbleiben im Nest, der dritte wird zur Pflegestation im NAZ Leiferde gebracht. Außerdem wird die Störchin zur Ermittlung der Todesursache eingeschickt. Ein weiterer Jungstorch wurde, weil kränkelnd und stark abgemagert, dem Nest Neudorf-Platendorf 99 C entnommen und ebenfalls zur Untersuchung nach Leiferde gebracht.
Sonntag, 20. Mai 2024
Bestandserfassung am Zähltermin 17. Mai
In der Weißstorch-Bestandserfassung wird unterschieden zwischen Nestpaaren und Besuchspaaren, Nestpaare müssen mindestens vier Wochen Nestbindung in der Zeit vom 16. April - 15. Juni aufweisen. Kommen sie nach dem 17. Mai, ist das nicht mehr möglich. Die danach eintreffenden Störche werden als Besuchsstörche registriert, wenn sie bis zum 15. Juni an mindestens fünf aufeinander folgenden Tagen Nestbindung haben. Sinn dieser Differenzierung ist es, Doppelzählungen zu vermeiden.

Am 17. Mai 2024 gab es im Kreis Gifhorn 87 (im Vorjahr 82) und im Kreis Celle 36 (im Vorjahr 30) Storchenpaare. Diese Zahlen können sich noch verringern, wenn Paare weiterziehen, bevor sie die vier Wochen Nestbindung erreicht haben.
Montag, 13. Mai 2024
Derzeit gutes Nahrungsangebot - und viele Junge
Immer mehr Junge schlüpfen. Aktuell sind es bei den Frühbrütern in sechs Nestern (Allerbüttel, Dannenbüttel, Osloß, Triangel - Foto Detlef Trum - Wasbüttel und Weyhausen West) je vier, in Hoitlingen und Volkse möglicherweise sogar fünf Junge. Dies lässt darauf schließen, dass außer den günstigen Witterungsbedingungen ohne Extremwetter auch ausreichend Nahrung zur Verfügung steht. Die Storcheneltern finden nach den langen Regenmonaten zuvor auch jetzt noch viele relativ feuchte Flächen mit Regenwürmern. Erste Grasflächen wurden gemäht. Außerdem fallen auch dort, wo die Frühjahrsbestellung noch im Gange ist, Würmer, Käfer und Mäuse für die Störche ab.
Samstag, 4. Mai 2024
Die Ursachen sind nicht immer erkennbar
Heute Vormittag wurde in Groß Schwülper ein Ei aus dem Nest geworfen und landete auf dem Hof (Foto Fam. Lier). Beim Aufprall zerbrach es. Der Storchenembryo hätte noch gut eine Woche gebraucht, um nach 32 Tagen Brutzeit aus dem Ei zu schlüpfen. Warum es zu dem Abwurf kam, bleibt ungeklärt. Kämpfe, bei denen dies hätte geschehen können, gab es nicht. Es wird weiter normal gebrütet. Da es sich wohl um junge Erstbrüter handelt, könnte eventuell hierin eine Ursache liegen.
 
In Ahnsen waren die Jungen im Nest auf dem alten Molkereischornstein ab dem 16. April geschlüpft. Es wurde regelmäßig gefüttert - bis gestern. Da wurde beobachtet, dass beide Eltern vom Nest flogen. Heute standen sie gemeinsam längere Zeit im Nest. Von den Jungen ist nichts mehr zu sehen. Sie müssen tot sein. Gefunden wurden sie nicht. Äußere Anzeichen, woran oder wobei sie gestorben sein könnten, wie etwa Nestkämpfe, Unwetter, Dauerregen, Ausfall eines Elternteils oder Nahrungsengpässe, gab es nicht. Wo es in ähnlichen früheren Fällen möglich war, die toten Jungen zu bergen und untersuchen zu lassen, wurde als Todesursache bei ihnen häufiger Aspergillose, eine Schimmelpilzerkrankung der Atemwege festgestellt. Es gab auch schon die Feststellung "Tod aufgrund elterlicher Fütterung von Unverdaulichem wie Gummiringen, Silikonstreifen u.a.“.
Montag, 29.April 2024
Gefahrgut entfernt
Beim Blick durchs Spektiv entdeckte ich am Samstag im Storchennest in Wesendorf eine größere Menge eines Materials, das aus der Entfernung nach Bindegarn aussah. Dadurch wären die Jungen durch Abschnürung von Gliedmaßen u.a. aufs höchste gefährdet gewesen. Mit Hilfe der Drehleiter der FFW Gifhorn sind wir dann zum Nest hochgefahren. Der Altstorch flog ab. Wir sahen ein großes Junges, fast zwei Wochen alt, ein weiteres ganz kleines Junges im Alter von ca. 5 (!) Tagen, ein Ei in der Mitte und ein zerstörtes Ei in der Nestumrandung. Außerdem befand sich im Nest ein großer Klumpen eines Materials, bei dem sich allerdings nicht um Bindegarn handelte. Die Storcheneltern hat größere Teile eines Schaffells mit teils langen zotteligen Haarsträhnen eingebracht. Diese können aber ebenfalls eine Gefahr für die Jungstörche darstellen, weil sie sich da hinein verwickeln können. Wir haben darum das Gefahrgut aus dem Nest genommen.
Donnerstag, 25. April 2024
Auch bei Fridolin und Mai ist Nachwuchs geschlüpft
Als erste im Kreis Gifhorn wurden Storchenjunge in Osloß ab dem 12. und in Wesendorf-Mitte ab dem 13. April gefüttert. Inzwischen sind weitere gefolgt, darunter gestern auch die ersten beiden und heute das dritte Junge von Fridolin und Mai im Nest auf dem Molkereischornstein im NAZ Leiferde. Damit sind im Kreis Gifhorn aktuell bereits in 15 von derzeit 86 mit einem Storchenpaar besetzten Nestern Junge geschlüpft. Bei einigen weiteren können wir es mit Bestimmtheit noch nicht sagen, weil sich infolge der gegenwärtigen Kälte die Storcheneltern nur selten und dann kurz erheben.
Mittwoch, 24. April 2024
Unfreiwilliger Nestertausch
Die Störchin DEH HP 244 hatte die letzten drei Jahre im Nest in Schönewörde gebrütet. In diesem Jahr aber war Ihr Platz an der Seite des Männchens DEW 4T 446 bei ihrer Rückkehr bereits besetzt. Sie schaffte es nicht, den wieder zurückzuerobern. Daraufhin wurde sie nun mehrere Abende nacheinander im 10 km entfernten Neudorf-Platendorf auf dem Nest Mooreiche gesichtet. Sie war damit auf das Nest zurückgekehrt, in dem 2019 ihre erste Brut - allerdings ohne Erfolg- stattgefunden hatte. In Nest Mooreiche war dann in den beiden letzten Jahren nur die Einzelstörchin DEW 7T 129 gewesen. Und eben diese Einzelstörchin ist es, die sie nun in Schönewörde abgelöst hat und dort brütet. Ob DEH HP 244 allerdings nun auf ihrem alten Nest Mooreiche bleiben kann, erscheint zweifelhaft. Ein junges Storchenpaar hat sich vor zwei Tagen ebenfalls dafür entschieden und scheint bisher stärker als sie zu sein. Sie gibt aber noch nicht auf.
Sonntag, 21. April 2024
Weitere Storchenpaare, Brutabbruch und Stromtod
In den letzten Tagen haben sich im Kreis Gifhorn weitere Storchenpaare angesiedelt, so in Ohof, Ohrdorf und Rothemühle Okerstr. 51. In Weyhausen-Schule ist das Paar nun komplett. Mit derzeit 84 Paaren aktuell ist im Kreis Gifhorn der Vorjahresbestand von 82 Paaren bereits jetzt übertroffen worden. Im Kreis Celle sind es bisher 33 (Vorjahr 30) Paare, darunter jetzt auch ein zweites Paar in Hohne.

Der morgige Montag war als Schlupftermin für die ersten Storchenjungen im Nest auf Mast 2 im NABU AZ Leiferde errechnet worden. Doch das ist seit Freitag (18. April) leider nicht mehr möglich. Da attackierte ein fremdes Weibchen das Nest. Es gelang ihm, das brütende Weibchen zu vertreiben und seine Stelle einzunehmen. Die Brut wurde zerstört. Das Männchen akzeptierte die Neue und paarte sich schon bald mit ihr.
 
Ein Sterbefall wird aus Ehra-Lessin gemeldet. Dort wurde am 15. April ein Storch tot auf einer Wiese gefunden, über die eine Stromleitung führt. Es handelte sich um das Männchen der drei letzten Jahre aus Barwedel, das in diesem Jahr von einem neuen Männchen abgelöst worden war.
Montag, 15.April 2024
Vorjahres-Paarbestand an einem ungewöhnlichen Neststandort erreicht
Am Wochenende wurde uns erneut ein besetztes Storchennest gemeldet. Damit hat sich die Zahl der Storchenpaare, die sich bisher in diesem Jahr im Kreis Gifhorn niedergelassen haben, auf nun 82 erhöht, und damit ist schon jetzt der Vorjahresbestand erreicht. Bis zum Zähltag am 17. Mai können durchaus noch weitere Paare hinzukommen. Dieses Nest hat das Paar in einer Nisthilfe auf einer gekappten Eiche an einem Gehöft im zu Lingwedel gehörenden Gamsener Weg eingerichtet (siehe Foto) und jetzt mit der Brut begonnen. Das Besondere an dem Standort: er liegt fast 1 km vom Ort entfernt an einem Einzelgehöft, das ringsum von Ackerland umgeben ist. Die bis auf eine kleine Wiese am Hof nächstgelegenen Nahrungsflächen beginnen erst rund 600 Meter weiter in einem vom Heidebach Schwarzwasser durchflossenen Moorgebiet. Und das ist schon ungewöhnlich. Störche brauchen zur Ernährung für sich und ihren Nachwuchs ausreichend Feuchtgrünland möglichst auch in Anbindung an den Neststandort. Das ist hier nicht der Fall. Auf das weitere Brutgeschehen in diesem erstmals besetzten Nest darf man gespannt sein.
Sonntag, 14. April 2024
Die ersten Jungen sind geschlüpft
32 Tage nach Brutbeginn war es am vorgestrigen Freitag (12. April) so weit: Nahezu zeitgleich konnten in Osloß und Triangel (Kreis Gifhorn) und in Wendeburg (Kreis Peine) die ersten Fütterungen durch die Storcheneltern beobachtet werden. Damit ist klar, dass die allgemein sehr frühe Rückkehr der Störche in diesem Jahr vielfach auch einen deutlich früheren Brutbeginn nach sich gezogen hat. Zumindest für den Kreis Gifhorn ist mir kein zeitigerer Termin jemals bekannt.
In Brechtorf hat sich die Lage beruhigt
Am vergangenen Sonntag war es in Brechtorf zu heftigen Nestkämpfen gekommen, wobei zwei Störche doch gravierende Verletzungen davon trugen (Bericht 11.04.) und ein weiterer am Mittwoch tot im Nest lag. Übrig geblieben ist nun ein Paar, bestehend aus mit dem am Auge verletzten Männchen und einem unverletzten Weibchen. So richtig zuzuordnen lässt es sich nicht, wer zu den Verteidigern, wer zu den Angreifern gehörte, und ob eventuell noch ein fünfter Storch hinzugekommen ist.
Samstag, 13. April 2024
Lüder: (noch) kein schwarz-weißes Storchenpaar
Im Vorjahr gab es in Lüder (UE) ein so in freier Natur noch nie dagewesenes Storchengeschehen: ein Weißstorchmännchen und ein Schwarzstorchweibchen zogen gemeinsam zwei Junge groß (siehe auch Berichte 2023). Darum ist die spannende Frage für das jetzige Storchenjahr 2024: wird es erneut zu dieser "Mischehe" kommen? Bislang sieht es nicht danach aus. Das Weißstorchmännchen ist wieder nach Lüder zurückgekehrt. Eine Partnerin hat sich auch schon eingefunden, allerdings nicht die Schwarzstörchin vom Vorjahr. In diesem Jahr ist es wieder eine Weißstörchin. Wir haben also wie in all den Jahren zuvor bis auf die eine Ausnahme "eine ganz normale Storchenehe". Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Schwarzstörchin doch noch eintrifft. Dann gibt es Zoff.
Donnerstag, 11. April 2024
Dramatisches Storchengeschehen in Brechtorf
In Brechtorf (GF) war die diesjährige Storchenwelt bislang in Ordnung gewesen. Das unberingte Paar befand sich kurz vor der ersten Eiablage. Am Sonntag dann (7. April) griff ein ebenfalls unberingtes Storchenpaar an. Nach heftigen Kämpfen mit Verletzungen für beide Angreifer u.a. im Augen- und Brustbereich (Fotos und Bericht Rita Lunde) gelang es diesen dennoch, das Nest zu erobern, zumindest zunächst. Am Dienstag aber hatte das bisherige Paar sein Nest zurückerkämpft. Am Mittwoch lag dann ein Storch, vermutlich dessen Weibchen, tot im Nest, ohne dass äußere Verletzungen erkennbar waren. Sie wurde ins NABU AZ Leiferde gebracht und wird von dort aus zur Klärung der Todesursache an das Laves-Institut eingeschickt. Denkbar ist, dass die Kampfeshandlungen bei ihr zur Legenot geführt hatten und sie an Kreislaufversagen starb. Das Männchen ist nun allein. Die verletzten und schließlich doch vertriebenen Angreifer sind noch nicht wieder aufgetaucht.
Mittwoch, 3.April 2024
Vom Nest vertrieben - und was dann?
Aus Westerbeck (GF) kam die Nachricht, dass sich im Ort ein Storch aufhielte, hin und her flöge und abends dann auf einer Laterne übernachten würde. Unsere Recherche ergab, dass es sich um das Männchen handelte, das im Vorjahr mit Partnerin erstmals in einem Nest auf einem Pferdehof etwas außerhalb gebrütet hatte. In diesem Jahr hat dort aber ein anderes Männchen seinem Platz eingenommen und sich nun auch erfolgreich gegen seinen Vorgänger behauptet. Der hielt sich dann mehrere Tage im Ort selbst auf, vielleicht in der Hoffnung, doch noch wieder zu "seinem" Nest zurückzukehren, oder aber mit dem Plan, zumindest in der Nähe selbst ein neues Nest zu bauen. Doch seit gestern wurde er nicht mehr gesichtet. Somit ist er weiter gezogen und wird es wohl andernorts neu versuchen.
 
Ein richtigen Schockerlebnis muss für den Brutstorch DEH HC 403 seine Vertreibung 2013 vom Storchennest in Knesebeck gewesen sein. Offensichtlich galt dann für ihn nur noch eins: möglichst weit weg vom Ort Geschehens. Und so wurde er bereits zwei Tage später rund 200 km weiter nördlich in Langwedel in Schleswig-Holstein abgelesen.
 
Jetzt schon zum dritten Mal die Erfahrung, bereits brütend dann doch noch vertrieben zu werden, musste das nun achtjährige Storchenmännchen DEW 5T 295 in Rötgesbüttel machen (siehe auch Bericht vom 22. März). Beim ersten Mal 2021 zog es sich völlig abgekämpft für mehrere Wochen in den Bereich der Mülldeponie Wolfsburg zurück. Erst ganz allmählich kam dort dann erst ganz allmählich wieder zu Kräften. Im vorigen Jahr verjagte er nach seiner Vertreibung seinerseits das Männchen des nur 2 km entfernten Nestes in Ausbüttel-Dorf und zog mit dem dortigen Weibchen ein Junges groß. In diesem Jahr war dieses Nest schon belegt mit einem neuen Männchen- und dagegen kam er nicht an. Stattdessen hat er nun mit einer neuen Partnerin das über etliche Jahre unbesetzte Nest im 4 km entfernten Isenbüttel belegt. Er ist damit seinem Nahrungsgebiet und der Nähe zu Rötgesbüttel treu geblieben. Ob er auch der Storch ist, der nun ab und zu das Nest in Rötgesbüttel anfliegt, aber jeweils klappernd abgewiesen und fliegend weggejagt wird?
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



RSS
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



Zurück zum Seiteninhalt