Flackenhorst - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Flackenhorst

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Nest auf Hausdach in der Trift
Ort: Flackenhorst (Gemeinde/Stadt: Wienhausen)
Koordinaten +52° 34' 10.08" +10° 08' 20.16"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
2020



2015



2014



201306.05.09.05.(2) DEW 6X 876
-
201214.05.17.05.(1) DEW 6X 876
-
2020
Ab dem 18.04. konnte einige Tage beobachtet werden, wie ein junges Storchenpaar versuchte, sich in Flackenhorst auf einem Dachnest anzusiedeln. Aber dann wurde das Männchen vom 800 m entfernten Nest in Bockelskamp auf diese Ansiedlung aufmerksam. Das war ihm anscheinend dann doch zu nah an seinem Nest, und es kam zu Kämpfen, nach denen das junge Paar abziehen musste.

Das Männchen aus Bockelskamp unternahm noch tagelang Kontrollflüge, um sicher zu gehen, dass das Paar nicht zurückgekehrt war.
2015
Nach dem Mähen der Wiesen zwischen Flackenhorst und Bockelskamp hielt sich dort im Juni eine Gruppe von sechs Störchen auf, verweilte aber nicht lange. Das Nest blieb leer.  
2014
In den vergangenen zwei Jahren gab es im Bereich Bockelkamp-Flackenhorst im Mai und Juni größere Gruppen von Nichtbrütern. Sie fehlten diesmal. Auch das Nest in Flackenhorst blieb nun bis auf sporadische Besuche leer.  
2013
Das erste Männchen begann sofort mit dem Nestausbau. Kurz darauf wurde es von einem Konkurrenten vertrieben. Der zeigte aber keine Aktivitäten in dieser Hinsicht. Das änderte sich auch nicht, als dann am 09.05. das nun vierjährige Weibchen vom Vorjahr eintraf. Über zwei Monate blieben die beiden zusammen. Gebrütet wurde nicht. Tagsüber schlossen sie sich oft dem Nichtbrütertrupp in Bockelskamp an, waren aber abends immer wieder auf ihrem Nest. Möglicherweise waren ja beide noch nicht ganz brutreif.
2012
Ab Himmelfahrt war das Nest erstmalig längere Zeit von einem Paar besetzt. Zum Nestbau und zum Brüten waren die beiden noch zu jung, Anfangs gab es noch Kämpfe, möglicherweise mit den Nachbarn aus Wienhausen. Gegen Ende Mai ließ sich zusätzlich auch noch ein Nichtbrütertrupp in der Region Bockelskamp-Flackenhorst nieder. Mit ihm zusammen zog das Paar dann Ende Juni weiter.  
2011
Zum zweiten Mal in drei Jahren überlebte ein Jungstorch den elterlichen Abwurf aus dem Nest. Er wurde geborgen und in Leiferde großgezogen. Die drei Nestgeschwister zuhause wurden ebenfalls flügge. Es war in Altencelle seit der Wiederbesiedlung vor 15 Jahren nun die dritte erfolgreiche Dreierbrut. Dies spricht gerade auch angesichts der schwierigen Nahrungsbedingungen in diesem Jahr für ein erfahrenes Elternpaar. Möglicherweise profitierte es dabei auch von den vielen neu angelegten Flachgewässern bei Osterloh.
2010
Nachdem erstmals beide Störche bereits Ende Februar angekommen waren, hatten sie zunächst noch etliche winterliche Tage zu überstehen. Am 8. März konnte beobachtet werden, wie die beiden sich an einem angespülten großen Hecht gütlich taten. Bemerkenswert ist auch, dass eins der zwei (von ursprünglich vier) ausgeflogenen Jungen zwei Tage nach dem Abzug wieder auf das heimatliche Nest zurückkehrte und sich dort noch zehn weitere Tage von den Eltern versorgen ließ.  
2009
Ein Altvogel toppte die bisherige früheste Ankunftszeit. Er kam bereits am 15. Februar. Die dann folgende Kältephase mit bis zu – 15 Grad überstand er problemlos, musste aber einen Monat auf den Partner warten. Nach dem Schlüpfen wurden zunächst immer nur zwei Junge gesehen, bis eines Tages ein drittes, nur halb so großes unter dem Nest gefunden wurde. Es hatte den elterlichen Abwurf aus rund 12 m Höhe unbeschadet überstanden und wurde in der NABU Pflegestation Leiferde aufgezogen. Nach Abzug aller Störche übernachtete dann in der Nacht vom 28./29.08. ein fremdes Paar im Nest. Aufgrund seiner Beringung erwies sich der eine als „Alter Schwede“. 1994 in Schweden geboren brütet und überwintert (!) er seit 1998 nun regelmäßig in Deutschland.  
2008
Am 2. März und damit noch früher als im Vorjahr war das Paar komplett. Von den zunächst geschlüpften vier Jungen wurde eins bald von einem Elternteil gefressen (Kronismus - ein bei Störchen nicht ungewöhnliches Verhalten), ein weiteres im Alter von gut drei Wochen tot abgeworfen. Am 26. Juli schlossen sich die anderen beiden einem durchziehenden Trupp an. Zwei Tage darauf war einer wieder da, um dann endgültig am 10. August abzuziehen.
2007
Bereits Mitte März und damit so früh wie noch nie war das Storchenpaar in Altencelle komplett. Da Ostzieher um diese Zeit noch nicht eingetroffen waren, musste es sich bei beiden um Westzieher handeln. Bisher war dies nur vom Männchen vermutet worden. Von den zunächst drei Jungen überlebte nur eins die nasskalte Zeit im Mai.
2006
Vermutlich gab es auch in diesem Jahr wieder ein neues Weibchen. Die beiden brauchten erst mal einen Tag, um sich aneinander zu gewöhnen. Dann aber blieben sie zusammen und überstanden manchen Kampf mit einem immer wieder angreifenden Drittstorch, der möglicherweise auf einer Eiche in Bockelskamp zeitweilig sein Nachtquartier hatte.
2005
Das diesjährige Weibchen war nicht beringt und somit neu. Beim Männchen hingegen spricht sein Verhalten dafür, dass es schon seit mehreren Jahren dasselbe ist. Von den zunächst vier Jungen wurden drei flügge und damit einer mehr als im langjährigen Schnitt.
2004
Am längsten von allen blieben die zwei Ahnsbecker Junggstörche. Als die anderen Jungen längst aus dem Celler Land abgezogen waren, verweilten sieDrei Wochen musste das Männchen warten, bis endlich ein gegenüber dem Vorjahr neues Weibchen blieb. Es war 2001 in Arnsnesta in Brandenburg beringt worden. Als nun dreijährige Erstbrüterin erwies sie sich aber weitgehend als überfordert. Sie blieb länger vom Nest weg und brachte nur wenig Futter an. Nur weil das Männchen den Hauptteil der Versorgung übernahm, konnten zwei Junge flügge werden. immer noch bei ihren Eltern. Erst am 28.08. machten sie sich auf den Weg - zwei Tage darauf ihre Eltern.
2003
Auch in austrocknenden Teichen fanden die Störche ihre Nahrung, darunter mehr als handtellergroße Brassen. Weil die für die Jungen noch zu groß waren, fraßen die Eltern sie dann wieder selbst auf. Beobachtet wurde auch, wie die beiden Jungen gleichzeitig einen vom Altstorch ausgewürgten Maulwurf packten. Weil keiner loslassen wollte, wurde die Beute immer mehr in die Länge gezogen, bis sie schließlich doch im Schnabel des stärkeren Jungen verschwand.  
2002
Vor Eintreffen der Störche wurde das Nest mehrfach von Nilgänsen aufgesucht. Bemerkenswert war, dass die vier Störche an vier Terminen abflogen: die beiden Jungen am 16. und 26.08., die Eltern am 29.08. und am 06.09. .  
2001
Eins von nach zwei Wochen gesichteten drei Jungen war fast doppelt so groß wie die beiden anderen. Grund könnte sein, dass dazwischen noch zwei andere Störche schlüpften, aber nur kurzzeitig überlebten. Möglicherweise hat es auch nach dem ersten Ei eine – eventuell durch Partnerwechsel bedingte - Legepause gegeben. Flügge wurden das große und zehn Tage darauf eins der beiden kleineren Jungen.  
2000
Im sechsten Jahr seit Bestehen des Nestes wurden erstmals drei Junge flügge. Das erste zog am 10.08. ab, die beiden anderen folgten drei Tage danach.
1999
Wenn beide Eltern gleichzeitig Futter suchen, obwohl die Jungen gerade mal 2½ Wochen alt sind, ist das ein Hinweis auf einen zumindest zeitweiligen Nahrungsengpass. In diesem Jahr war das in Altencelle so. Von den zunächst drei Jungen wurde dann letztlich nur eins flügge.  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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