Osloß - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Osloß

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Nest auf Hausschornstein, Hauptstraße 41
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
2022


4
202124.02.24.02.(2) DEW 2T 582
2
202001.03.01.03.DEW 6T 429
3
201906.03.08.03.
0
201808.03.14.03.
4
201727.03.27.03.DER AF 414
2
201627.04.08.05.(DEH HM 747)
2
201508.04.15.04.
0
201421.04.21.04.
3
2013(27.03.)22.04.
.
201206.04.11.04.
2
201130.03.23.04.
1 (+ 1)
201028.03.(19.04.)
23.04.
(DEW 4X 609)
4
200910.04.05.05.
-
200829.03.05.04.
3
200730.03.11.04.(2) DEW 2X 206
3
2022
Das Storchenpaar begann als eins der ersten im Kreis Gifhorn bereits am 19. März mit der Brut. Als die Jungen dann ab dem 19. April schlüpften, waren die Nahrungsbedingungen noch gut - und die Deponie Wolfsburg ist ohnehin in der Nähe. Heftige Kämpfe um das Nest gab es diesmal nicht. Vier Junge wuchsen heran, und alle wurden flügge. Es ist dies eine von fünf diesjährigen Viererbruten.
2021
Bei keiner anderen Storchenbrut im Kreis passierte so viel. Das Männchen war neu. Als die Brut begann, gab es Kämpfe und einen Brutabbruch. Das Weibchen legte nach. Vier (!) Junge wuchsen heran. Dann gab es eine Attacke auf die Jungen mit schweren Kopfverletzungen bei zweien von ihnen. Eins starb nach dem Sturz vom Nest, eins wurde geborgen und in Leiferde gepflegt. Die anderen beiden wurden in Osloß flügge, obwohl auch sie zwischendurch Stichverletzungen aufwiesen. Eins wurde dann zwei Wochen später entkräftet bei Wahrenholz gefunden. Nach Leiferde gebracht erholte es sich wieder.
2020
Das langjährige Männchen kam nicht wieder zurück. Sein dreijähriger Nachfolger stammt aus Triangel. Zusammen mit seiner Partnerin zog er drei Junge groß. Auffällig war, dass es nach den wilden Kämpfen von etlichen noch nicht ganz brutreifen Störchen im Ort im Vorjahr diesmal weitgehend ruhig blieb. Offensichtlich haben, nun um ein Jahr älter, die meisten von ihnen irgendwo anders eine Bleibe gefunden.
2019
Das erfreuliche Brutergebnis des Vorjahres mit vier flüggen Jungen fand diesmal keine Fortsetzung. Schon bald nach dem Schlüpfen der Jungen kam es - wie bei etlichen Paaren im Einzugsbereich der Deponie Wolfsburg - zum Brutabbruch. Eine direkte Ursache dafür ist nicht ersichtlich. Ungewöhnlich waren auch über Wochen andauernde Kämpfe von noch nicht brutreifen zwei- und dreijährigen Störchen im und über dem Dorf.
2018
Das Paar mit einem diesmal neuen Weibchen begann so früh wie noch nie bereits am 1. April mit der Brut. Mehrfach gab es zum Teil heftige Kämpfe um das Nest. Als dann Anfang Mai die vier Jungen schlüpften, waren die Nahrungsbedingungen noch sehr gut. Die Eltern flogen auch häufig auf die nahegelegene Deponie. Alle vier Jungen wurden flügge.
2017
Nach der Spätbrut im letzten Jahr kam in diesem Jahr schon sehr früh der zweite Storch. Es handelte sich um ein dreijähriges, aus Rheinland-Pfalz stammendes Weibchen. Ab dem 14. April und damit einen Monat früher als im letzten Jahr wurde gebrütet. Zwei Junge wuchsen heran und wurden flügge.
2016
Erst am 8. Mai kam der zweite Storch- ein 2013 in Diepzig (SA) beringtes Weibchen. Trotz der fortgeschrittenen Zeit begannen die beiden noch Mitte Mai mit der Brut - und hatten Erfolg. Zwei Junge wuchsen heran. Am 3.September, als die anderen Störche im Kreis schon alle abgezogen waren, traten dann Eltern und Kinder gemeinsam den Flug ins Winterquartier an.
2015
Nach einem ersten Brutbeginn gab es heftige Kämpfe um das Nest, die möglicherweise auch zu einem Partnerwechsel führten. Einige Tage danach saßen die Störche wieder auf den Eiern. Junge schlüpften nicht. Zwei Monate lang wurde gebrütet - ein Indiz dafür, dass die Eier nicht befruchtet waren.
2014
Erst relativ spät kam doch noch ein Paar. Bei der Beringung der drei Jungen stellte sich heraus, dass außerdem ein sehr großes Ei im Gezweig außen am Nest hing. Dieses Ei ist mit 81,4 mm Länge, 53,4 mm Breite und 120 gr. Gewicht eins der größten, das bisher gefunden wurde. In ihm muss ebenfalls ein Junges herangewachsen, dann aber kurz vor dem Schlüpfen gestorben sein.
2013
Der erste Storch blieb lediglich fünf Tage. Am 1. April zog er weiter, möglicherweise nur bis zum benachbarten Nest Weyhausen/West, denn dort war seit diesem Tag das Paar komplett. Am 22. April kam dann erneut ein Storch. Der blieb bis in den August hinein, fand aber keinen Partner. Somit fand in Osloß in diesem Jahr zum ersten Mal seit langem keine Brut statt.
2012
Zwar war das Paar am 11. April komplett, aber mit der Brut begann es erst zum Monatsende hin. Zunächst sah es so aus, als sei nur ein Junges geschlüpft, doch dann konnte bei der Fütterung auch ein kleineres zweites beobachtet werden. Beide wurden flügge.
2011
Anfangs konnten vier Junge beobachtet werden. Nach einer Woche waren es nur noch zwei, von denen eins unter Atembeschwerden litt. In der Tierärztlichen Hochschule wurde ein Bezoar (blockierender Klumpen von Unverdaulichem) im Magen und Aspergillose (Schimmelpilzerkrankung der Luftwege) festgestellt. Das Junge wurde behandelt und anschließend in Leiferde weiter versorgt. Dort ist es dann auch ebenfalls ausgeflogen wie schon zuvor sein Nestgeschwister in Osloß.
2010
Ende gut- alles gut. Zunächst musste der erste Storch wieder lange warten. Dann kam doch ein aus dem Ilkerbruch stammendes erst dreijähriges Weibchen dazu. Dieses wurde aber dann von einem nicht beringten Weibchen verdrängt. Brutbeginn war dann doch noch am 02.05. – und mit vier flüggen Jungen wurde das zweitbeste Brutergebnis im ganzen Kreis erzielt.
2009
Im Frühjahr wurde der baufällige Hausschornstein erneuert und mit einem auf Untergestell montierten neuen Nest versehen. Lange musste der erste Storch auf einen Partner warten. Zu einer Brut kam es allerdings nicht, da vermutlich einer von ihnen noch zu jung war. Nach Wochen mit nur geringer Nestbindung zogen die beiden bereits Mitte August ab.
2008
Zunächst besetzte ein Storch ein zweites, am Rand der Wiesen gelegenes Nest auf Mast, wurde dann aber wohl vom Männchen des Vorjahres vertrieben. Dieses zog mit einem – weil unberingten - neuen Weibchen drei Junge groß. Bei deren Beringung fand sich im Nest eine größere Wurstpelle aus nicht abbaubarem Kunststoffdarm. Hätte eins der Jungen sie verschlungen, wäre es vermutlich daran gestorben.
2007
Erstmals seit Anfang der neunziger Jahre wurden diesmal mehr als zwei Jungstörche flügge. Daran beteiligt war ein neues Weibchen. 2004 in Nienhagen Krs. Celle beringt hatte es im Vorjahr als Zweijährige (!) erfolgreich in WOB-Warmenau gebrütet, war aber in diesem Jahr von dort nach heftigen Kämpfen vertrieben worden. Dann in Osloß sesshaft geworden zog sie mit dem hiesigen Männchen drei Junge auf.

Hauptstraße 49
2022
Die Hoffnung, dass in Osloß auch Platz für ein zweites Storchenpaar ist, erfüllte sich nun. Am 4. Mai siedelte sich auf dem neuen Nest am östlichen Ortsrand ein noch junges Paar an. Das dreijährige Männchen stammt aus Brandenburg. Die beiden bauten das Nest weiter aus. Zu einer Brut kam es aber in diesem Jahr noch nicht.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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