Bannetze - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Bannetze

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Nest Holzweg
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202219.04.19.04.(2) DEW 4T 4591
202113.04.13.04.
2
2022
Am 19. April erschienen zwei unberingte Störche auf dem Nest und fingen an das Nest herzurichten. Aber die Brutstörchin des letzten Jahres kam und nahm ihren Platz ein und brütete dann auch. Ab dem 26. Mai wurde beobachtet, dass gefüttert wurde. Waren es anfänglich zwei Junge, verstarb einer leider. Am 25. Juni konnte der verbliebene Jungstorch aber beringt werden.
2021
DEW 4T 459 kam am 22.04. zum Nest und blieb. Sie war 2019 Brutvogel auf dem Nest Winsen JHH. Es war fraglich, ob es zwei belegte Nester in Bannetze geben würde, die in einem Abstand von ca. 350 m von einander stehen. Aber die beiden Paare arrangierten sich und es wurde gebrütet. Zwei Junge schlüpften und wurden im Holzweg groß.
Nest auf Mast in Pferdeweide Ortseingang
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202222.03.26.03.
0
202128.03.28.03.
0
202016.03.03.04.
(2) DEW 4T 459
2
201922.03.26.03.
3
201830.03.01.04.
3
201704.05.14.05.

201619.04.26.04.
2
201511.04.29.04.
1
201427.03.14.04.
1
2022
Am 22. März. kam der erste Storch an, und damit 6 Tage früher als im Jahr zuvor. Vier Tage später erreichte der zweite Storch das Nest. Ab dem 8. April wurde gebrütet und ab dem 11. Mai wurde gefüttert. Zwei Junge konnte man im Nest sehen, aber sie verstarben nach einigen Tagen leider beide. So blieb, wie schon 2021, ein Bruterfolg aus.

2021
Am 28.03. belegten zwei unberingte Störche das Nest und blieben. Ab dem 28.04. wurde gebrütet. Ab dem 30.05. wurde gefüttert. Am 23.06. kam dann die Nachricht, dass kein Jungstorch mehr leben würde. Die Ursache dafür ist nicht bekannt.
2020
Am 16.03. erschien der erste Storch. Am 03.04. folgte dann mit „DEW 4T459“ das Weibchen. Diese Störchin hatte 2019 auf dem Nest in Winsen am „Jan Hinsch Hof“ gebrütet. Das Junge dort war ein Opfer eines Hagelschauers geworden. In diesem Jahr schlüpften in Bannetze zwei Junge und wurden groß.
2019
Zum sechsten Mal in Folge war das Nest besetzt. Bannetze ist somit nach 60 Jahren wieder zu einem stabilen Brutstandort geworden. Vermutlich war es das Paar vom Vorjahr, das Mitte April mit der Brut begann und erneut drei Junge groß zog. Ab dem 19. April hielt sich noch ein zweites Paar auf einem Nest im Dorf auf. Nach sechs Tagen zog es dann weiter nach Meißendorf-Breliendamm und brütete dort.
2018
Erstaunlich ist es schon, dass trotz der langen Trockenheit drei Junge flügge wurden. Es ist dies die höchste Anzahl seit der Erstbesiedlung der Nisthilfe vor vier Jahren. Möglicherweise kam den Eltern zugute, dass sie nun auch in austrocknenden Gewässern Nahrung fanden, an die sie sonst nicht herankommen. Ebenfalls ein wichtiger Faktor für den Bruterfolg war wohl das große Heuschreckenvorkommen in diesem Jahr.
2017
Bei dem im Vorjahr tödlich verunglückten Altvogel hatte es sich vermutlich um das Männchen gehandelt. Diesmal fand erst Mitte Mai ein Paar zusammen. Gebrütet wurde nicht mehr. Später erfolgte dann auch noch ein Partnerwechsel, nachdem zuvor ein Altvogel stark verletzt bei Südohe gesichtet worden und in den Tagen danach auf dem Nest in Bannetze nur noch ein Storch erschienen war.
2016
Im neuen Nest wurde nun zum dritten Mal in Folge gebrütet. Zwei von anfangs drei Jungen wuchsen heran. Dann wurde ein Altvogel in der Nähe tot unter der Stromleitung gefunden. Fortan versorgte der andere allein die Jungen. Als diese flügge wurden, ward er aber nicht mehr gesehen. Auch die Jungen verschwanden schon eine Woche danach.
2015
Die erste Brut nach Jahrzehnten blieb kein einmaliges Ereignis. In diesem Jahr war das Nest erneut besetzt. Ab dem 6. Mai wurde gebrütet. Ob mehr als ein Junges schlüpfte, lässt sich nicht feststellen. Dieses eine Junge wurde einige Tage nach den ersten Flugversuchen entkräftet geborgen und in die Pflegestation Leiferde gebracht. Von dort aus ist es dann mit anderen abgezogen.
2014
Eine erfolgreiche Storchenbrut war in Bannetze zuletzt 1957 erfolgt. Auch das neue Nest wurde in den beiden Vorjahren nicht besiedelt. Diesmal aber gab es mehrere Interessenten. Nach heftigen Kämpfen, bei denen sogar ein Konkurrent ums Leben kam, setzte sich ein Männchen durch. Es musste dann noch zwei Wochen warten, bis ein wohl noch sehr junges Weibchen eintraf und blieb. Am 1. Mai war Brutbeginn. Das eine Junge flog im Alter von 64 Tagen erstmals vom Nest.
2012
Eins der zunächst fünf geschlüpften Jungen überlebte die erste Woche nicht. Die anderen vier aber wurden problemlos flügge. Dies ist das beste Ergebnis seit Errichtung des Nestes 1995 – und das in einem Jahr, in dem die Störche gerade auch im Allerbereich unterhalb von Celle und im Heidekreis eine sehr geringe Nachwuchsrate aufweisen. Vermutlich brütet das hiesige Elternpaar schon einige Jahre in dieser Zusammensetzung.
2011
Zum zweiten Mal in drei Jahren überlebte ein Jungstorch den elterlichen Abwurf aus dem Nest. Er wurde geborgen und in Leiferde großgezogen. Die drei Nestgeschwister zuhause wurden ebenfalls flügge. Es war in Altencelle seit der Wiederbesiedlung vor 15 Jahren nun die dritte erfolgreiche Dreierbrut. Dies spricht gerade auch angesichts der schwierigen Nahrungsbedingungen in diesem Jahr für ein erfahrenes Elternpaar. Möglicherweise profitierte es dabei auch von den vielen neu angelegten Flachgewässern bei Osterloh.
2010
Nachdem erstmals beide Störche bereits Ende Februar angekommen waren, hatten sie zunächst noch etliche winterliche Tage zu überstehen. Am 8. März konnte beobachtet werden, wie die beiden sich an einem angespülten großen Hecht gütlich taten. Bemerkenswert ist auch, dass eins der zwei (von ursprünglich vier) ausgeflogenen Jungen zwei Tage nach dem Abzug wieder auf das heimatliche Nest zurückkehrte und sich dort noch zehn weitere Tage von den Eltern versorgen ließ.  
2009
Ein Altvogel toppte die bisherige früheste Ankunftszeit. Er kam bereits am 15. Februar. Die dann folgende Kältephase mit bis zu – 15 Grad überstand er problemlos, musste aber einen Monat auf den Partner warten. Nach dem Schlüpfen wurden zunächst immer nur zwei Junge gesehen, bis eines Tages ein drittes, nur halb so großes unter dem Nest gefunden wurde. Es hatte den elterlichen Abwurf aus rund 12 m Höhe unbeschadet überstanden und wurde in der NABU Pflegestation Leiferde aufgezogen. Nach Abzug aller Störche übernachtete dann in der Nacht vom 28./29.08. ein fremdes Paar im Nest. Aufgrund seiner Beringung erwies sich der eine als „Alter Schwede“. 1994 in Schweden geboren brütet und überwintert (!) er seit 1998 nun regelmäßig in Deutschland.  
2008
Am 2. März und damit noch früher als im Vorjahr war das Paar komplett. Von den zunächst geschlüpften vier Jungen wurde eins bald von einem Elternteil gefressen (Kronismus - ein bei Störchen nicht ungewöhnliches Verhalten), ein weiteres im Alter von gut drei Wochen tot abgeworfen. Am 26. Juli schlossen sich die anderen beiden einem durchziehenden Trupp an. Zwei Tage darauf war einer wieder da, um dann endgültig am 10. August abzuziehen.
2007
Bereits Mitte März und damit so früh wie noch nie war das Storchenpaar in Altencelle komplett. Da Ostzieher um diese Zeit noch nicht eingetroffen waren, musste es sich bei beiden um Westzieher handeln. Bisher war dies nur vom Männchen vermutet worden. Von den zunächst drei Jungen überlebte nur eins die nasskalte Zeit im Mai.
2006
Vermutlich gab es auch in diesem Jahr wieder ein neues Weibchen. Die beiden brauchten erst mal einen Tag, um sich aneinander zu gewöhnen. Dann aber blieben sie zusammen und überstanden manchen Kampf mit einem immer wieder angreifenden Drittstorch, der möglicherweise auf einer Eiche in Bockelskamp zeitweilig sein Nachtquartier hatte.
2005
Das diesjährige Weibchen war nicht beringt und somit neu. Beim Männchen hingegen spricht sein Verhalten dafür, dass es schon seit mehreren Jahren dasselbe ist. Von den zunächst vier Jungen wurden drei flügge und damit einer mehr als im langjährigen Schnitt.
2004
Am längsten von allen blieben die zwei Ahnsbecker Junggstörche. Als die anderen Jungen längst aus dem Celler Land abgezogen waren, verweilten sieDrei Wochen musste das Männchen warten, bis endlich ein gegenüber dem Vorjahr neues Weibchen blieb. Es war 2001 in Arnsnesta in Brandenburg beringt worden. Als nun dreijährige Erstbrüterin erwies sie sich aber weitgehend als überfordert. Sie blieb länger vom Nest weg und brachte nur wenig Futter an. Nur weil das Männchen den Hauptteil der Versorgung übernahm, konnten zwei Junge flügge werden. immer noch bei ihren Eltern. Erst am 28.08. machten sie sich auf den Weg - zwei Tage darauf ihre Eltern.
2003
Auch in austrocknenden Teichen fanden die Störche ihre Nahrung, darunter mehr als handtellergroße Brassen. Weil die für die Jungen noch zu groß waren, fraßen die Eltern sie dann wieder selbst auf. Beobachtet wurde auch, wie die beiden Jungen gleichzeitig einen vom Altstorch ausgewürgten Maulwurf packten. Weil keiner loslassen wollte, wurde die Beute immer mehr in die Länge gezogen, bis sie schließlich doch im Schnabel des stärkeren Jungen verschwand.  
2002
Vor Eintreffen der Störche wurde das Nest mehrfach von Nilgänsen aufgesucht. Bemerkenswert war, dass die vier Störche an vier Terminen abflogen: die beiden Jungen am 16. und 26.08., die Eltern am 29.08. und am 06.09. .  
2001
Eins von nach zwei Wochen gesichteten drei Jungen war fast doppelt so groß wie die beiden anderen. Grund könnte sein, dass dazwischen noch zwei andere Störche schlüpften, aber nur kurzzeitig überlebten. Möglicherweise hat es auch nach dem ersten Ei eine – eventuell durch Partnerwechsel bedingte - Legepause gegeben. Flügge wurden das große und zehn Tage darauf eins der beiden kleineren Jungen.  
2000
Im sechsten Jahr seit Bestehen des Nestes wurden erstmals drei Junge flügge. Das erste zog am 10.08. ab, die beiden anderen folgten drei Tage danach.
1999
Wenn beide Eltern gleichzeitig Futter suchen, obwohl die Jungen gerade mal 2½ Wochen alt sind, ist das ein Hinweis auf einen zumindest zeitweiligen Nahrungsengpass. In diesem Jahr war das in Altencelle so. Von den zunächst drei Jungen wurde dann letztlich nur eins flügge.  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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