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1. Quartal 2026

Bisher auf den Nestern im Kreis Celle eingetroffen sind Weißstörche in:
Adelheidsdorf (1-), Ahnsbeck (2), Altencelle (2),  Altencelle-Burg (2), Bannetze Holzweg (2), Bannetze-Eiche (2),  Bleckmar (2), Bockelskamp (2), Bröckel (2), Celle Lachteradweg (1,1?), Celle-Stadt (2), Großmoor (2), Hambühren (2), Hermannsburg (2), Hohne-Kirche (2), Hohne-Knickbusch (2), Hornbostel (2), Jeversen (2), Langlingen Ort (1), Langlingen-Schleuese (2), Meißendorf (1), Nienhagen Schafstallweg (2), Nienhagen Twetge (1-), Oldau (2), Osterloh Gottschalk (1), Osterloh Pieper (2), Schepelse (1), Schwachhausen (2),  Spechtshorn (2),  Stedden (2), Thören (2), Wathlingen (2), Wieckenberg (2), Wienhausen (1), Winsen Gärtnerei (2), Winsen JHH (2), Winsen-Schornstein (2), Wolthausen (2)
(Angaben nicht vollständig)

Bisher auf den Nestern im Kreis Gifhorn eingetroffen sind Weißstörche in:
Adenbüttel (2), Ahnsen (2), Allerbüttel (2), Ausbüttel-Nord (1-),  Ausbüttel-Siedlung (2), Barwedel (1), Bergfeld (2), Böckelse (2), Brechtorf (2), Calberlah Wiesen (2), Dannenbüttel (2), Didderse (2), Ettenbüttel (2), Gravenhorst (2), Gerstenbüttel (2),  GF-Kästorf (2), GF-Lehmweg (1), GF-Winkel (1,1-), Groß Oesingen (2-),  Groß Schwülper (2), Hankensbüttel (2), Hillerse (2-), Hoitlingen (2), Hülperode-Grenzweg (2),  Hülperode Zollhaus (2), Isenbüttel (2), Jembke (2), Klein Schwülper-Okerstr. 19 (2), Klein Schwülper Okeraue-Süd (2), Knesebeck (2), Lagesbüttel-Rotdornallee (2), Lagesbüttel Schunterbrücke (2), Leiferde Kirche (2), Leiferde NAZ Mast 1 (2), Mast 2 (2), Schornstein (2), Lingwedel Dorf (2), Lingwedel Gamsener Weg (2),  Lüben (2), Müden-Alleraue (2),   Müden-Langenklint (2), Müden-Molkereiweg (2), Neudorf-Platendorf-99C (2),  Neudorf-Platendorf Dorfstr.27 (2), Neudorf-Platendorf Mooreiche (2), Neuhaus (2), Ohof (2), Osloß-Mitte (2), Osloß-Ost (2), Parsau (2), Radenbeck (1), Ribbesbüttel (2), Rötgesbüttel (2), Rötgesbüttel-Masch (2), Rolfsbüttel (2), Rothemühle Okerstr. 67 (2), Rothemühle Im Winkel (2), Rothemühle Mühle (2-), Rühen (2), Rühen 2 (2), Schönewörde (2), Tappenbeck (2), Teichgut (2), Tiddische (2), Triangel (2), Tülau-Fahrenhorst (2), Ummern-West (1-), Ummern-Ost (2),  Ummern Dortfstr. 18 (2), Volkse (2), Vollbüttel (2), Vorhop (2), Wagenhoff (1?), Wahrenholz Kirche (2), Wahrenholz Angelverein (2), Walle (2), Wasbüttel (2), Wesendorf Mitte (2), Wesendorf-Nord (2), Westerbeck (2),  Westerholz (2),  Weyhausen-Schule (2),  Weyhausen-West (2), Wittingen (2), Zasenbeck (1)

Dienstag, 31. März 2026
Die Wohnung ist wieder frei
Als das Storchenpaar Calberlah-Wiesen zurückkehrte, fand es sein Nest bereits von brütenden Nilgänsen besetzt (Bericht vom 22. März). Doch nun ist deren Brut  beendet. Am 26. März haben die Gössel das Nest verlassen. Einen Tag danach wurde es noch vom Ganter verteidigt, dann war es frei. Am Wochenende haben es die Störche bezogen.  
 
Nachricht von Bob aus CE-Nienhagen: Nachdem seine langjährige Partnerin nicht wiedergekommen war, fand sich längere Zeit keine passende neue Störchin. Erst die dritte Kandidatin weckte die Hoffnung, dass es mit den beiden etwas werden könnte (Bericht vom 25. März). Und tatsächlich: Sie ist geblieben. Die beiden haben zueinander gefunden.  
Samstag, 28. März 2026
Auswirkungen der Vogelgrippe in Spanien? – Eine erste Rückkehreranalyse bei den Weißstörchen im Kreis Gifhorn
Am Anfang dieser Storchensaison stand die bange Frage: Hat das massenweise Sterben von Störchen durch die Vogelgrippe in den spanischen Überwinterungsquartieren auch Störche aus unserem Landkreis Gifhorn betroffen?
 
Wir haben nun bei den ersten 75 westziehenden Gifhorner Brutstörchen des Vorjahres, die da und auch in den Jahren zuvor bis Ende Februar auf ihren Nestern eingetroffen waren, untersucht: Sind sie wiedergekommen? Nicht mit einbezogen haben wir die Männchen von Ahnsen und Hoitlingen sowie das Weibchen von  Tiddische, die bereits im letzten Jahr hier starben.
 
Das Ergebnis macht doch betroffen: Von diesen 75 ersten Brutstörchen werden 10 auch jetzt, also bis zu zwei Monate nach ihrer sonstigen Ankunft, immer noch vermisst. Sie sind weder auf ihrem Nest aufgetaucht noch anderweitig gesichtet worden. Das übersteigt bei weitem die bisherigen Verluste bei dieser ersten Heimkehrergruppe von 1-3 Brutstörchen pro Jahr. Da es sich ja bei allen abzüglich der hiesigen Überwinterer um Westzieher handelt, müssen wir davon ausgehen, dass die Verluste wesentlich im Zusammenhang mit dem Vogelgrippesterben in Spanien stehen.    
 
Im Einzelnen betrifft es diese Nester: Das Männchen in Gerstenbüttel mit DER Beringung ist nicht wiedergekehrt. Sein Nachfolger ist dreijährig. Bei Leiferde-Plack fehlt das langjährige Männchen. Das Nest ist noch leer. In Osloß-Mitte ist das Weibchen nicht zurückgekehrt. Die vormalige Störchin von Hoitlingen hat ihre Stelle eingenommen. In Rothemühle-Im Winkel waren beide Störche immer spätestens Anfang Februar zurück. Das Nest ist noch leer. Weil das Männchen von Ummern-Ost fehlt, ist das Männchen vom Nachbarnest Ummern-West dorthin übergesiedelt. Dessen Nest steht noch leer, weil das Weibchen nun die nicht wiedergekommene Störchin in Hohne (Kreis Celle) ersetzt. Das seit 2011 in Vollbüttel brütende Männchen hat nun einen vierjährigen Nachfolger gefunden. Als die Störchin vom Nest auf der Kirche in Wahrenholz ausblieb, bewarb sich die Störchin vom Nachbardorf Schönewörde um ihre Nachfolge. Nach kurzer Zeit wurde sie akzeptiert. In Westerholz ist das Männchen der letzten Jahre nicht wiedergekommen. Dort ist nun der letztjährige Brutstorch von Groß Oesingen an der Seite des Weibchens. Vermutlich ist auch die gerade eingetroffene Störchin von Wahrenholz–Angelverein nicht die, die in den letzten Jahren bereits im Februar dort ankam.
 
Übrigens: Aus dem Kreis Celle ist mir bekannt, dass außer der schon genannten Störchin in Hohne Kirche auch ein langjähriger Brutstorch in Großmoor und Nienhagen nicht zurückgekehrt ist.
 
Anhand dieser Zusammenstellung zeigt sich auch, dass die durch das Ausbleiben der bisherigen Brutstörche entstandenen Lücken meistens bald wieder aufgefüllt wurden. Dadurch gab es natürlich jetzt andernorts Lücken, die es zu füllen gilt. Das kommt nun potentiellen Erstbrütern, insbesondere den Dreijährigen vom Jungenrekordjahr 2023 (erstmals über 4000 flügge Junge in Niedersachsen) zugute, die jetzt ihre ersten Bruterfahrungen machen möchten. Vielleicht können ja die vor allem aufgrund der Vogelgrippe in Spanien bei uns aufgetretenen Verluste auch so wieder wettgemacht werden.
Donnerstag, 26. März 2026
Die mit dem Gelben Ring - und ihre Lebensgeschichte
Am Montag landete auf dem Nest Müden-Alleraue neben dem unberingten Männchen eine neue Störchin (Geschlechtsbestimmung später anhand der Paarung). Ihr gelber Ring mit der schwarzen Inschrift DEH X9 M59 (Foto H.C. Albrecht) offenbart: Das ist ein Ring, wie er von der Vogelwarte Hiddensee verwendet wird. Anhand der Nummer ist es nun möglich, ihre bisherige Lebensgeschichte zu verfolgen: Die Störchin wurde 2023 nestjung in Emstal (Brandenburg) beringt und verließ sehr früh und wohl noch nicht ganz flugfähig das Nest. Am 4. Juli wurde sie verletzt in der Nähe aufgefunden und in den Storchenhof Loburg (Sachsen-Anhalt) gebracht. Dort wurden bei ihr starke Prellungen und innere Blutungen festgestellt - verursacht vermutlich durch eine Kollision. Sie überlebte und wurde gesund gepflegt. Am 23. August 2023 konnte sie ausgewildert werden und zog mit anderen Störchen ab. Tja, und nun steht sie als Dreijährige auf dem Nest in der Müdener Alleraue.
 
Solche gelben Ringe mit der schwarzen Inschrift werden von der Vogelwarte Hiddensee seit 2020 verwendet. In den vergangenen Jahren wurden so beringte Störche mehrfach auch bei uns gesichtet, vor allem im Gebiet BS-Alba, Rieselfelder und Okeraue. Zu einer Brut ist es im Kreis Gifhorn bisher nur einmal gekommen, 2024 in Brome mit dem damals dreijährigen, aus Loburg stammenden Ringstorch  DEH XN 130 - allerdings ohne Erfolg. Vermutlich wurde auf tauben Eiern gebrütet. Ob nun in Müden die zweite Brut eines  Storches mit dem gelben Hiddenseering im Landkreis erfolgt, wird wesentlich auch davon abhängen, ob die hiesige Störchin der letzten Jahre wieder zurückkehrt. Sollte das der Fall sein, wird es die derzeitige jüngere Nachfolgerin schwer haben, sich zu behaupten.


Mittwoch, 25. März 2026
Neues von Bob und vom „Kreuzschnabel“
Von zwei Störchen hatte ich Besonderes berichtet: Der nun 26-jährige Bob der Baumeister in CE-Nienhagen war nach dem Ausbleiben seiner langjährigen Partnerin lange allein. Zwei verheißungsvolle neue Kontakte waren erfolglos geblieben. Es hatte nicht gepasst (Bericht vom 17.03.26) Gestern kam eine weitere Störchin. Es gab Paarungsversuche, bei denen sie doch noch unsicher war. Über Nacht ist sie geblieben. Ähnliche spielte sich heute ab. Sie waren aber auch gemeinsam unterwegs. Nun, am späten Abend, ist erkennbar: Sie wird auch die zweite Nacht in Folge an seiner Seite sein. Vieles spricht dafür, dass damit das Warten für Bob ein Ende hat. Er hat eine Neue gefunden - oder wohl doch besser gesagt: Sie  hat ihn gefunden.
 
Eine weitere Nachricht aus Nienhagen vom benachbarten Nest „Twegte“ ist leider traurig: Der hier zurückgekehrte Storch lebt nicht mehr. Er wurde heute im Stall des Anwesens in der Nähe eines sich  dort befindlichen Spiegels tot aufgefunden. Offensichtlich hatte er sein Spiegelbild als vermeintlichen Konkurrenten attackiert und sich dabei das Genick gebrochen.
 
Eine Veränderung gab es für das  nach einem Schnabel-Anbruch zu einem „Kreuzschnabel“ gewordene Männchen DEW 2T 295. Es  hatte trotz seiner gravierenden Beeinträchtigung den Winter überlebt und war auf sein letztjähriges Brutnest Ausbüttel-Nord zurückgekehrt (Bericht vom 12.03.26). Kurz danach wurde er aber nicht mehr gesehen. Das Nest blieb leer. Doch jetzt wurde entdeckt: Nun steht er auf dem Nest in Gifhorn-Lehmweg. Dessen vorjähriges Brutpaar war zwar zurückgekommen, beide hatten dann aber in andere Nester gewechselt. Es war wieder freigeworden. Eine mögliche Erklärung für diese Nestwahl des „Kreuzschnabels“:  Der neue Standort liegt näher zur Deponie Wolfsburg, auf der er mit seiner Schnabel-Behinderung vermutlich noch am ehesten Nahrung aufnehmen kann.

Sonntag, 22. März 2026
Von der Reise zurück: Die Wohnung ist belegt  
Nun ist auch das letztjährige Storchenpaar Calberlah-Wiesen wieder eingetroffen. Allerdings erwartete die beiden dort eine unliebsame Überraschung: Sie konnten nicht auf ihr Nest. Darin saß eine brütende Nilgans. Die ließ sich auch nicht einfach vertreiben. Nun stehen die Störche ziemlich ratlos auf einem Baumstumpf in der Nähe (Fotos Rita Lunde).
 
Wie wird es weitergehen? Schafft es das Storchenpaar doch noch, die Nilgänse zu vertreiben? Oder, wenn nicht, baut es vielleicht sogar auf diesem nicht sehr hohen Baumstumpf ein Ersatznest? Das wäre natürlich kein optimaler Standort. Oder beziehen die Störche eine noch nicht genutzte Nisthilfe und bauen sie weiter aus? Die nächste ist nur 1200 m entfernt nahe dem Tankumsee, also noch im eigenen Nahrungsrevier. Oder ziehen sie frustriert einfach weiter und versuchen, sich ganz woanders niederzulassen? Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, dass die Nilgansbrut schon sehr weit fortgeschritten ist und die Jungen bald vom Nest springen. Dann wäre das Nest wieder frei. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.    
Dienstag, 17. März 2026
Auf dem Weg zu neuer Zweisamkeit?
Bob der Baumeister, 26 Jahre alt und seit 2006 Brutstorch in CE-Nienhagen, wartete nun schon seit einem Monat auf seine langjährige Partnerin. Doch die ist nicht wiedergekommen, und sie wird es wohl auch nicht mehr. Ein erster ernsthafter Versuch einer neuen Störchin, an ihre Stelle zu treten, klappte nicht (Bericht 3. März 2026). Am Sonntag nun geschah dieses: Während Bob auf Nahrungssuche war, besetzte am Nachmittag ein neues Paar das Nest. Um 18:30 Uhr kehrte Bob zurück und schubste schon im Anflug beide vom Nest. Das Weibchen kam als erste zurück, landete wieder - und durfte bleiben. Das Männchen versuchte es auch, wurde aber abgewehrt, ebenso bei weiteren Landeversuchen in der nächsten Stunde. Das neue Weibchen klapperte dabei nun gegen ihren Eben-noch-Partner, die eigentliche Abwehrarbeit übernahm aber Bob (Männchen gegen Männchen) und setzte sich zwischendurch immer wieder hin. Dann kehrte Ruhe ein. Sie stand, puzzelte am Nest. Er saß. Es wurde dunkel. Sie durfte bleiben. Gestern Morgen standen sie noch nebeneinander. Um 6:40 Uhr machte die Störchin den Abflug. Bob blieb im Nest sitzen. Dann am Nachmittag: Sie ist wieder da. Die beiden stehen nebeneinander. Bob scheint einzuschlafen. Dann schreckt er auf: Sie fliegt wieder ab. Er nach kurzer Zeit auch. Mit Beginn der Dunkelheit sind beide wieder auf dem Nest. Es kommt zu einer ersten Paarung (Screenshot J. Bieda). Sie bleibt nun die zweite Nacht. Heute am Tage noch gesichtet fehlt sie aber, als es dunkelt. Soweit zu erkennen, verbringt Bob die Nacht alleine. War’s das nun mit den beiden?

CE- Adelheidsdorf: Potentieller Neuansiedler ist wieder fort. Bei seinem ersten Versuch, sich hier niederzulassen, konnte sich ein vierjähriger Storch nicht zwischen zwei potentiellen Neststandorten entscheiden (Bericht 4. März 2026). Nach einigen Tagen ist er dann aber doch weitergezogen. Nun wartet Adelheidsdorf auf sein letztjähriges Brutpaar, das den Ostziehern zugerechnet wird.
Sonntag, 15. März 2026
Ostzieher im Anflug  
In seiner Homepage www.stoerche-doberan.de befasst sich Stefan Kroll im Beitrag vom 14. März mit den letzten Positionsmeldungen nord- und ostdeuscher Senderstörche. Ich zitiere nachfolgend (mit Genehmigung des Verfassers) den Abschnitt, der sich mit den Senderstörchen befasst, die in Ostafrika überwinterten und von denen die ersten bereits Europa erreicht haben. Mit ihrer Ankunft ist nun im letzten Märzdrittel zu rechnen. Ausführlicheres auch zu den anderen Senderstörche finden Sie ebenfalls in seinem Artikel.
Die ersten Ostzieher sind bereits in Rumänien
"... Von den Ostafrika-Überwinterern ist "Herrmann" bisher am weitesten vorangekommen. Heute Mittag überquerte er bei besten Zugbedingungen gerade den Hauptkamm der Südkarpaten, als sein Sender Daten übermittelte. Er wird vermutlich schon Ende nächster Woche in Hamburg eintreffen. Da er nicht allein unterwegs sein wird, rechne ich dementsprechend mit einem sehr frühen Eintreffen der allerersten Ostzieher. Zwei weitere, "Sückau II" und "Sportie" rasten zurzeit im Nordwesten der Türkei. Auch sie sind auf jeden Fall Kandidaten für eine Rückkehr in der übernächsten Woche und damit noch im März. Drei andere Senderstörche halten sich zurzeit im Nahen Osten auf. Hoffentlich überstehen auch sie unversehrt den Zug durch den von kriegerischen Auseinandersetzungen erschütterten Libanon. Vier weitere Senderstörche sind noch in Afrika. ..."
Freitag, 13. März 2026
Nahostüberwinterer im Anflug
Bei Störchen, die Mitte März eintreffen, kann es sich natürlich um weitere Westzieher handeln. Möglich ist aber auch, dass es nun die ersten Ostzieher sind. Allerdings haben die nicht in Afrika überwintert, sondern im Nahen Osten, insbesondere in Israel, dem Westjordanland und auf dem Sinai. Genauere Zahlen, wie viele Störche dort bleiben, liegen nicht vor. Es sind aber in jedem Fall mehrere hundert - mit steigender Tendenz. Im Grunde ist das eine Parallele zu den Westziehern, die nicht mehr in Afrika überwintern, sondern bereits in Spanien.
 
Die ersten „afrikanischen“ Ostzieher werden im letzten Märzdrittel erwartet.
 
Ergänzung zur Meldung Das erste Ei ist da (10. März): In unserer Region wurde -wie in den Vorjahren -  das erste Ei aus  Wendeburg gemeldet. Am Morgen des 11. März wurde es im Nest von Fam. Kaufmann gesichtet.   
Donnerstag, 12. März 2026
Er lebt! - Und nun?
Vom Storchenmännnchen DEW 5T 295, 5 Jahre lang Dauerkampfer um das Nest in Rötgesbüttel, Brutstorch dort, in Ausbüttel-Dorf und Ausbüttel-Nord, bekamen wir Anfang August des vorigen Jahres ein schlimmes Foto. Seine eine Schabelhälfte war angebrochen und quer geschoben, so dass die beiden Schnabelenden nun überkreuz standen (Bericht 8. August 2025). Die Frage stellte sich: Würde er mit dieser Verletzung leben können, und wenn ja,  wie lange?  Eine erste Antwort erhielten wir am 21. August (Bericht 21. August 2025). Er gehörte zu den 150 Störchen, die auf der Braunschweiger ALBA-Deponie nach Nahrung suchten. Im Spätherbst meldete sich dann ein Kollege aus Büttelborn im Kreis Groß Gerau in Hessen. Dort, wo es auch eine große Deponie gibt, überwintern über vierhundert Stöche - und einer von ihnen war 5T 295, unser "Kreuzschnabelstorch". Das war für uns eine frohe Kunde. Offensichtlich konnte er überleben - zumindest da, wo er in Deponien auch mit dieser Schnabelbeeinträchtigung Nahrung finden konnte.
 
Dann hörten und sahen wir lange nichts mehr mehr - bis gestern. Da entdeckte unser Beobachter Hans-Christian Albrecht einen Ringstorch auf dem Nest Ausbüttel-Nord. Er konnte ihn ablesen: Es war DEW 5T 295. Er war auf sein Brutnest der letzten beiden Jahre zurückgekehrt. Das Foto zeigt: Der Kreuzschnabel hatte sich verfestigt. Einen irgendwie geschwächten Eindruck machte der Storch nicht!
 
Nun wird es spannend sein, zu beobachten, was weiter geschieht. Kann er sich in ein ganz normales Brutgeschehen einbringen?  Dass dies zumindest möglich ist, erlebten wir vor drei Jahren. Damals  brütete  ein Männchen mit einer allerdings weniger ausgeprägten Kreuzschnabeldeformation mit seiner Partnerin in Thören (Kreis Celle) - allerdings ohne Erfolg. Danach haben wir nie wieder etwas von ihm gehört.
Mittwoch, 11. März 2026
Es ruckelt sich zurecht
Die Störchin in Hoitlingen ist am 10. Februar zurückgekehrt. Doch ihr Partner, der stets schon vor ihr eingetroffen war, ist immer noch nicht da. Alles spricht dafür, dass er auch nicht wiederkommen wird. Vermutlich ist er tot.
 
Wie wird es nun weitergehen? Das Männchen aus dem Nachbarort Jembke registiert die Lage - und tut sich mit der Hoitlinger Störchin zusammen. Sie pendeln zwischen beiden Nestern - bis vorgestern Abend. Dann trifft nun die Jembker Störchin ein. Es wird heftig gekämpft. Endergebnis: Das Jembker Paar ist wieder vereint. Die Hoitlinger Störchin muss zurück. Und da wartet schon einer neuer Interessent. Ein dreijähriges Männchen, aus Teichgut stammend, möchte bei ihr landen. Doch so leicht finden die beiden nun auch nicht zueinander. Es braucht seine Zeit. Dann stehen sie auch schon mal beide nebeneinander auf dem Nest (Foto Rita Lunde). Heute Morgen fand nach noch vorheriger Abwehr die erste Paarung statt.


Dienstag, 10. März 2026
Das erste Ei ist da -  Verluste bei sonstigen Frühbrütern befürchtet
Das Geschehen in den bundesdeutschen Storchennestern wird in jedem Jahr von vielen tausend Storchenbegeisterten per Webcam verfolgt. Dabei ist die Spannung groß: Wo wird denn nun deutschlandweit das erste Ei gesichtet? In diesem Jahr traf die Vollzugsmeldung heute ein: Das Storchenpaar in Gottenheim (Baden-Württemberg) hat das erste Ei gelegt (Screenshot Ilona Höpfner) - übrigens am genau gleichen Termin wie im Vorjahr. Damals war das Storchenpaar in Knittelheim (B.W.) noch  knapp eine Woche eher erfolgreich.
 
Bei uns im Kreis Gifhorn war im Vorjahr am 14.03. in Osloß und am 18.03. in Wesendorf-Mitte der früheste Brutbeginn, 2024 am 10.03. in Tappenbeck und Hoitlingen, sowie zwischen dem 15. und 20.02. an elf weiteren Orten. In diesem Jahr werden etliche sonst sehr früh mit dem Brüten beginnenden Paare dies nicht können, weil bei aktuell fünf (!) von  ihnen der Partner vom Vorjahr (noch) nicht wiedergekommen ist. Es ist zu befürchten, dass sie zumindest zum Teil Opfer der Vogelgrippe im den spanischen Überwinterungsquartieren wurden. Mitte des Monats und vor der Rückkehr der ersten Ostzieher wird  eine erste Einschätzung diesbezüglich möglich sein.  


Mittwoch, 4. März 2026
Wofür wird er sich entscheiden - und dann?
Der Holzmast mit Storchennest Am Kükenkamp in CE-Adelheidsdorf stürzte im vergangenen Jahr in der Brutzeit um. Die Brut wurde zerstört. In der Folgezeit versuchten die Storcheneltern an verschiedenen Stellen, ein neues Nest zu bauen, so auch auf diesem abgebrochenen Baum. Vor der Saison wurde nun ein neues stabiles Mastnest als Ersatznest bereitgestellt. Jetzt im neuen Jahr sind die unberingten Storcheneltern als vermutliche Ostzieher noch nicht eingetroffen. Statt dessen versucht nun ein vierjähriger, aus GF-Ahnsen stammender Storch, sich hier niederzulassen. Nur - er kann sich nicht entscheiden, ob er auf dem vorjährigen Baumnestgezweig weiterbauen soll (Foto Susanne Mentz) oder auf dem neuen Ersatzhorst. So pendelt er zwischen beiden hin und her. Wie mag es weitergehen? Selbst wenn er sich nun entscheidet, kann ja schnell alles ganz anders werden -  wenn die vormaligen Elternstörche zurückkehren.    


Dienstag, 3. März 2026
Und Bob sitzt
Bob, der Baumeister, nun 26 Jahre alter Brutstorch im Schafstallweg in CE-Nienhagen, traf hier am 15. Februar ein. Seine langjährige Partnerin hingegen ließ auf sich warten. Gestern nun geschah dieses: Um 13:49 Uhr landete eine Störchin auf dem Nest und wurde von Bob herzlich begrüßt. War das ein Synkron-Geklapper! Man hatte den Eindruck, die beiden müssten sich wirklich schon lange kennen. Und dann - setzte Bob sich hin, klapperte noch ein wenig im Sitzen. Sie aber stand daneben und verstummte. Es schien, als hätte sie sich das anders vorgestellt - und er irgendwie auch. Und so saß er, und saß, aber es tat sich nichts mehr. Schließlich flog sie ab und kehrte nicht mehr zurück. Seitdem sitzt er nun oft im Nest (Screenshot Jürgen Bieda) und wartet.
 
Wie ist das Geschehen zu interpretieren? Unwahrscheinlich ist, dass Bob mit seinen 26 Jahren nun doch nicht mehr so fit ist. Auch Störche, die noch älter sind, können erfolgreich Junge großziehen. Eine Erklärung ist, dass dem Bob nach der ersten Freude über den lang ersehnten weiblichen  Besuch dann bewusst wurde, dass es ja doch nicht die Störchin ist, mit der er seit vielen Jahren ein Paar bildet. Nicht völlig ausgeschlossen ist, dass das Weibchen irgendwo aus der Nähe kommt und nun dem Bob Nachbarschaftshilfe gegen einen Fremdstorch hoch oben am Himmel geleistet hat. Und als der weg war, war die Sache damit für beide erledigt.


Montag, 2. März 2026
Anfangs geändertes Rückkehrgeschehen
In den letzten Jahren waren unsere Weißstörche zunehmend früher auf ihre Nester im Kreis Gifhorn zurückgekehrt. Bis Ende Februar dieses Jahren sind nun 85 Störche angekommen. Das sind 45% vom  Vorjahrsbestand (190 Störche). Damit wurde zwar die letztjährige Quote von 50%  (88 von 176) noch nicht ganz erreicht, aber es ist immer noch die zweithöchste Prozentzahl jemals in diesem Zeitraum. Die anfänglich etwas zögerliche Ankunft änderte sich dann mit Beginn der Warmluftphase im letzten Februardrittel. Seitdem ist die Zahl der Neuankömmlinge erheblich angestiegen.
 
Eins allerdings ist diesmal doch wesentlich anders: Waren es bisher 1-3 Gifhorner Überwinterer, die in der Nähe (Braunschweiger ALBA Deponie und Rieselfelder) blieben, so sind es nun mindestens zehn, die (mit noch zwanzig anderen) geblieben sind. Der Trend, zunehmend mehr in Deutschland oder dem benachbarten Ausland zu überwintern, hat also jetzt auch unsere norddeutschen Störche erfasst. Dabei haben sie übrigens rund fast zwei Monate Dauerfrost mit zeitweilig auch hohem Schnee problemlos überstanden.
 
Noch nicht beantwortet werden kann die Frage, ob von der Vogelgrippe in den spanischen Überwinterungsregionen auch Störche aus unserer Region betroffen sind. Wir haben keine Senderstörche, und von den Ringstörchen unter den möglicherweise mehr als tausend Toten gibt es keine Meldungen. Erst Ende der Zugzeit im Mai können wir überblicken, ob über den normalen Schwund (z.B. aus Alters- und Unfallgründen) hinaus doch merklich mehr Störche fehlen.

Freitag, 27. Februar 2026
Was ist ihm denn widerfahren?
DEW 9X 180, seit 5 Jahren Brutstorch in Gifhorn-Lehmweg (davor in beiden Weyhäuser Nestern und in der Deponie Wolfsburg) ist am Montag dorthin zurückgekehrt - allerdings mit leichten Blessuren. Eine Verletzung ist am linken Auge festzustellen, im Rückenbereich sind Federn blutig (Foto Rita Lunde). Es könnten Stichverletzungen sein, beim Kampf mit einem anderem Storch  entstanden. Das muss dann aber irgendwo unterwegs passiert sein, denn vor seiner Ankunft hatte sich noch kein weiterer Storch auf dem Nest im Lehmweg niedergelassen und danach bisher auch nicht. Außerdem scheinen die Verletzungen nicht ganz frisch zu sein.  
Mittwoch, 25. Februar 2026
Manchmal kommt es anders
Jeden Tag erreichen uns nun neue Benachrichtigungen von die Ankunft weiterer Störche. Doch damit ist nicht gesagt, dass nun vor Ort alles klar ist. Es kann auch erst mal  ein  Hin- und Her geben - und das gerade auch dann, wenn der bisherige Partner noch nicht da ist oder gar nicht wiederkommt.  Ein jüngstes Beispiel: Das beringte Storchenmännchen von Hoitlingen ist bisher als Deutschland-Überwinterer meist als einer der Ersten bereits Ende Januar/Anfang Februar wieder zurückgekehrt. Doch bis jetzt ist das nicht geschehen. Die Störchin ist schon zwei Wochen da, er hingegen fehlt. Es ist nicht auszuschließen, dass er nicht mehr lebt. Nun hat sich ein neues - unberingtes - Männchen eingefunden. Die beiden verstehen sich offensichtlich gut - was auch kein Wunder wäre, denn vieles spricht dafür, dass es ihr Ex-Partner aus dem benachbarten Jembke ist. Den hatte sie vor drei Jahren verlassen und war aufs Nachbarnest in Hoitlingen gezogen. Doch nun ist sie dort - jedenfalls bisher - solo, und er hat das bemerkt, ist dorthin umgezogen und hat nun hier wieder den Platz an ihrer Seite eingenommen. Wie mag es weitergehen? Kommt das Hoitlinger Männchen doch noch, werden die Karten neu gemischt. Kommt es nicht mehr, könnte das wieder vereinte Paar nun in Hoitlingen brüten oder aber wie früher jetzt wieder in Jembke - wobei die noch nicht eingetroffene aktuelle Jembker Störchin auch noch ein Wörtchen mitzusprechen hätte. Nicht ausgeschlossen ist sogar, dass es zu einer Bigamie kommt. Die gibt es auch bei Störchen, wie ich es einmal im Storchendorf Wahrenberg/Elbe nachgewiesen habe. Wir werden weiter berichten.
 
Noch nicht auf sein Brutnest in Groß-Oesingen zurückgekehrt ist auch das dortige Männchen. Schon im Vorjahr hatte es sich zuvor in Ummern und dann in Westerholz niedergelassen, wo das dortige Männchen noch nicht eingetroffen war. Als dieses dann aber kam, musste der Nestbesetzer weichen, flog wieder nach Groß Oesingen zurück und brütete dort in gewohnter Weise. In diesem Jahr scheint er das wiederholen zu wollen. Jedenfalls wurde er heute erst mal wieder auf dem Nest in Westerholz abgelesen. Nach den Erfahrungen vom Vorjahr wird es aber wohl nicht dabei bleiben.
 
Im Kreis Celle hat es in Hornbstel ebenfallls einen Wechsel gegeben. Hier kam das Weibchen jetzt zum 20. Mal (!) in Folge, das Männchen der letzten sieben Jahre aber ist noch nicht da. Nun hat ein unberingtes anderes Männchen seinen Platz eingenommen. Auch  hier darf kann man gespannt sein, wie es weitergeht.
Montag, 23. Februar 2026
Trotz Regenschauer Storchen-Einflugtage
Auch wenn es gestern und heute häufiger geregnet hat, so stieg die Zahl der Storchenrückkehrer dennoch weiter kräftig an. Im Kreis Gifhorn sind wir aktuell  bei 47 Störchen, im Kreis Celle bei  mindestens 11 (hier sind die Angaben nicht vollständig)  - siehe tabellarische Übersicht!
Sonntag, 22. Februar 2026
"Unser Storch ist da"
Fast jeden Tag wird jetzt die Ankunft weiterer Störche gemeldet, zuletzt der jeweils zweite in Didderse, Neudorf-Platendorf 99C und Triangel, sowie der erste in Ahnsen, Groß Schwülper, Ribbesbüttel und in Celle-Altencelle. Aber nicht jeder Ankömmling bleibt auch. Zuweilen ist es jetzt nur ein Durchreisender, wie jüngst in Gravenhorst  und Wesendorf-Mitte. Manchmal handelt es sich auch um Besuch von den benachbarten Nestern, wie gestern in Ausbüttel-Dorf, zuvor in Rötgesbüttel, sowie mehrfach im Bereich Schwülper. Dann gilt es eben, weiter zu hoffen.    
Donnerstag, 19. Februar 2026
Nun ist auch Mai da - Warten auf das Wochenende
Als nächste ist nun der erste Storch auch in Neudorf-Platendorf Dorfstr.99C, Gravenhorst (?) und Wesendorf-Mitte angekommen. Heute um 12:56 Uhr traf dann - schon sehnsüchtig von Partner Fridolin erwartet - die dänische Störchin Mai auf dem Schornstein-Nest im NAZ Leiferde ein.

Ein weiterer Schwung Rückkehrer - dann wohl auch die ersten, die in Spanien und Südfrankreich überwintert haben - wird ab dem Wochenende erwartet. Samstag soll uns, so die Wettervorhersage,  eine lang ersehnte Warmluftfront erreichen mit  guten Bedingungen für die Storchenheimreise.
Dienstag, 17. Februar 2026
Fridolin ist erschöpft - und weitere Störche sind zurückgekehrt
Ja, es ist Fridolin, der am Sonntag im Nest auf dem Schornstein im NAZ Leiferde ankam. Und - er ist derzeit noch ziemlich erschöpft. Zunächst saß/lag er zwei Tage lang im Nest. (Screenshot NAZ Leiferde). Heute bewegt er sich nun wieder mehr. Wir wissen ja nicht, wo Fridolin überwintert. Er muss aber doch eine erhebliche Strecke zurückgelegt haben - und der Jüngste ist er ja nun auch nicht mehr.
 
Am  letzten Sonntag (15. Februar) und damit noch rechtzeitig vor dem dann folgenden starken Schneefall war Storchenflugtag.  Außer den schon genannten traf ebenfalls  der erste Storch ein im
 
  • Kreis Celle:  Hornbostel (seit heute 2), Nienhagen Schafstallweg und Wathlingen,
  • Kreis Gifhorn: das Männchen in Osloß und Tappenbeck , sowie ebenfalls der erste Storch in Rühen Am Dorfplatz, Volkse und Westerbeck (alle am 15.02.), Weyhausen West (16.02.).

Zuflug erhalten  haben nun auch die rund 30 Storchenüberwinterer im Gebiet BS-ALBA Deponie, Rieselfelder und Okeraue. Aktuell hat sich ihre Zahl auf 48 erhöht (Foto Gerhard Braemer). Etliche der neu Hinzugekommenen  nutzen dies als Zwischenstation auf dem Weiterflug, denn hier finden sie Nahrung ja  auch bei Frost und Schnee.
Sonntag, 15. Februar 2026
Ankunftswelle rollt
Nun kommen täglich mehr Störche zurück. Im Kreis Celle ist nach  Großmoor auch der erste Storch in Hohne (12.02.) und nun mit "Bob dem Baumeister" unser mit 26 Jahren ältester Ringstorch in Nienhagen eingetroffen.  
 
Im Kreis Gifhorn verzeichnen GF-Kästorf mit Georg (13.02.), Teichgut und Wasbüttel mit ihrem beringten Männchen (14.02.) und Triangel (heute, Foto Detlef Trum) ihren ersten Rückkehrer. Das Männchen von Ausbüttel-Siedlung ist schon mehrere Tage von BS-ALBA zurück.
 
Vermutlich schon seit Anfang der Woche sind die Paare in Klein-Schwülper, Okerstr. 19 und Lagesbüttel -Schunterbrücke komplett. Bei den beiden benachbarten Nestern Rothemühle-Okerstr. 67 und Im Winkel gibt es offensichtlich ein Hin und Her zwischen dem überwinternden Paar (nun aufs Nest Im Winkel gewechselt? - siehe Foto) und einem Storch ohne Ring. In Walle waren heute erstmals beide Störche unberingt - somit fehlte nun die überwinternde Störchin. Gerade im Bereich Schwülper hatte es in der Anfangszeit in den vergangenen Jahren doch so manches Durcheinander gegeben.
 
Im NAZ Leiferde sind in jedem Fall zwei Störche angekommen. Das immer scheue Männchen hinten im Mastnest 1 und ein unberingter Storch im Nest auf dem Schornstein (Fridolin? - das Männchen von Mast 2?)). Im Nest auf dem Kreuz der Kirche wird es sich bei dem rechtsberingten Storch wohl um die letztjährige Störchin vom Nest NAZ Mast 2 handeln. Das Kirchen-Männchen ist noch bei der überwinternden Gruppe BS-ALBA/Okeraue/ Rieselfelder. Weitere ganz aktuelle Meldungen aus dem östlichen Bereich unseres Landkreises werden noch überprüft.
Dienstag, 10. Februar 2026
Jetzt geht's los
Mal abgesehen von den Störchen, die hier auf der Braunschweiger Alba-Deponie überwintert haben, treffen jetzt offensichtlich die ersten Rückkehrer ein. Auch sie werden höchstwahrscheinlich in Deutschland oder den angrenzenden Nachbarländern überwintert haben. So ist heute im  Kreis Celle der erste Storch in Großmoor zurückgekehrt. Bevor er sich für längere Zeit auf dem Nest niederließ, suchte er zunächst einmal Nahrung auf dem Sportplatz. In Wolfsburg stehen beide Störche in Warmenau und einer in Velstove auf dem Nest. "Paul" bei Kaufmanns in PE- Wendeburg ist schon sechs Tage da. Im Kreis Gifhorn meldet Hoitlingen die Ankunft der Störchin und Wahrenholz die des ersten Storches. Komplett, wenn auch nicht immer auf dem Nest, sind hier die Paare in Hülperode Grenzweg, Klein Schwülper-Okeraue Süd und wohl auch in Walle. Das überwinternde Paar von Rothemühle Okerstr. 67 paart sich schon und baut am Nest. Nachdem der Dauerfrost gewichen und der Schnee abgetaut ist, ist jetzt  - und damit meist zwei Wochen später als bei der sehr frühen Ankunft im Vorjahr -  mit weiteren Rückkehrern zu rechnen.
Montag, 2. Februar 2026
Storchen-Saisonbeginn mit Überwinterungsrekord hier und Vogelgrippe in Spanien
In diesem Jahr ist manches erst mal ganz anders - jedenfalls, was unsere Weißstörche betrifft. Hatten bisher meist 2-5 von ihnen im Bereich BS-Alba Deponie, Okeraue und Rieselfelder überwintert, sind es diesmal 30,  die Hälfte davon beringt. So konnte insbesondere aufgrund der Ablesungen von Gerhard Braemer ermittelt werden, dass neun von ihnen Brutstörche aus dem Kreis Gifhorn sind. Es sind dies das Paar Rothemühle Okerstr. 67, das jeweilige Männchen von Ausbüttel-Siedlung, Hoitlingen, Rothemühle-Mühle und Wasbüttel, sowie das jeweilige Weibchen von Klein Schwülper Okeraue Süd, Walle und Wittingen. Ob und wie viele unberingte Gifhorner Störche außerdem mit zu den Überwinterern gehören, bleibt offen. Zu Besuch auf ihren Nestern wurden bisher nur beringte Störche gesichtet. Die Zahl der Überwinterer in heimischen Gefilden hat also in jedem Fall eine bei uns so noch nicht erlebte neue Dimension erreicht. Dieser Trend lässt sich auch in anderen - insbesondere südlicheren -  Regionen Deutschlands nachweisen. So halten sich im Überwinterungsschwerpunkt Büttelborn in Hessen derzeit über 400 Störche auf.  


 

Ob die Störche allerdings ahnen konnten, dass sie hier sie seit Anfang des Jahres durchgehend mit Winterwetter mit Dauerfrost und zeitweilig sogar höherer Schneedecke zu tun haben würden, mag dahingestellt sein. Jedenfalls zeigt sich, dass sie bisher damit ganz gut zurande gekommen sind. Kälte macht ihnen sowieso nichts aus. Noch ausreichend  Nahrung  finden sie insbesondere auf der ALBA-Deponie. Tot geborgen wurden bisher 2 Störche - der eine starb schon vor längerer Zeit an oder mit Vogelgrippe, bei dem anderen, der Brutstörchin von HE - steht das Ergebnis noch aus.

 
Ende November kamen aus Spanien erste Meldungen über den Ausbruch der Vogelgrippe. Insbesondere waren auch Störche in den dortigen Überwinterungsgebieten betroffen. Von mehreren Hundert Totfunden wurde berichtet, darunter auch im Gebiet der Deponie Pinto südlich von Madrid, wo immer auch etliche Störche aus unserer Region überwintern. Ob nun welche von ihnen betroffen sind, ist unklar. Da uns in den letzten Wochen kaum noch neue Todesberichte erreicht haben, hoffen wir, dass die Infizierung abgeklungen ist. Es gilt nun aber schon mit einem gewissen Bangen nun der Rückkehr unserer Spanien-Überwinterer entgegen zu sehen.  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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