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2. Quartal 2026

Bisher auf den Nestern im Kreis Celle eingetroffen sind Weißstörche in:
Ahnsbeck, Altencelle, Altencelle-Burg, Bannetze Eiche, Bannetze Holzweg, Bleckmar, Bockelskamp, Bröckel, Celle Breite Straße, Celle Lachterandweg, Celle Stadt, Großmoor, Hambühren, Hermannsburg, Hohne Dorfstr. 11, Hohne Kirche, Hohne Knickbusch, Hornbostel, Jeversen, Langlingen Ort, Langlingen Schleuse, Meißendorf, Nienhagen Schafstallweg, Nienhagen Twegte, Oldau, Oppershausen, Osterloh Gottschalk, Osterloh Pieper, Poitzen, Schepelse, Schwachhausen, Spechtshorn, Stedden, Thören, Thören 2, Wathlingen, Wieckenberg, Wienhausen, Wietze (1), Winsen Auf der Hude, Winsen Gärtnerei, Winsen JHHaus, Winsen Schornstein, Wolthausen.
(Angaben nicht vollständig)

Bisher auf den Nestern im Kreis Gifhorn eingetroffen sind Weißstörche in:
Adenbüttel, Ahnsen, Allerbüttel, Ausbüttel Dorf, Ausbüttel Siedlung, Ausbüttel Nord, Barwedel, Bechtsbüttel, Bergfeld, Böckelse, Brechtorf, Brome, Calberlah Wiesen, Dannenbüttel, Didderse, Ettenbüttel,  Gerstenbüttel, GF Kästorf, GF Lehmweg, GF-Winkel, Gravenhorst, Groß Oesingen (1), Groß Schwülper, Hahnenhorn, Hankensbüttel, Hoitlingen, Hülperode Grenzweg, Hülperode Zollhaus, Isenbüttel, Isenbütteler Wiesen, Jembke, Klein Schwülper Okerstr. 19, Klein Schwülper Okeraue-Süd, Knesebeck, Lagesbüttel Rotdornallee, Lagesbüttel Schunterbrücke, Leiferde Kirche, Leiferde NAZ Mast 1, Leiferde NAZ Mast 2, Leiferde NAZ Schornstein, Leiferde Plack, Lingwedel Dorf, Lingwedel Gamsener Weg, Lüben, Meinersen, Müden Alleraue, Müden Langenklint, Müden Molkereiweg, Neudorf-Platendorf 99C, Neudorf-Platendorf Dorfstr. 27, Neudorf-Platendorf Mooreiche, Neuhaus, Ohof, Ohrdorf, Osloß Mitte, Osloß Ost, Parsau, Radenbeck, Ribbesbüttel, Rötgesbüttel, Rötgesbüttel Masch,  Rolfsbüttel, Rothemühle Okerstr. 67, Rothemühle Im Winkel, Rühen Dorfplatz, Rühen Kanal, Rühen 2, Schönewörde, Schweimke, Seershausen, Tappenbeck, Teichgut, Tiddische, Triangel, Tülau-Fahrenhorst, Ummern Dorfstr.18, Ummern Ost, Ummern West, Volkse, Vollbüttel, Vorhop, Wagenhoff, Wahrenholz Kirche, Wahrenholz Angelverein, Walle, Wasbüttel, Wesendorf Mitte, Wesendorf Nord, Westerbeck,  Westerholz Dorfplatz, Westerholz 2, Weyhausen Schule,  Weyhausen Süd (Hohe Horst), Weyhausen West, Wittingen, Zasenbeck.

Donnerstag, 14. Mai 2026
Nässe und Kälte: schwere Zeiten für den Storchennachwuchs ab drei Wochen
Seit Tagen ist es nun schon nass und kalt mit Temperaturen im einstelligen Bereich. In solchen Zeiten breiten die Storcheneltern ihr Gefieder über ihre Jungen. So schützen sie sie - allerdings nur  bis zu einem Alter von gut drei Wochen. Dann sind die Jungen zu groß geworden, um noch mit den Flügeln zugedeckt zu werden. Ihr Gefieder ist aber noch nicht ausreichend entwickelt, um gegen solche Witterungsunbilden gerüstet zu sein. Bei kaltem Regen versuchen die Eltern noch, das Schlimmste von ihren Jungen fernzuhalten, indem sie sich über sie stellen. Aber das reicht oft nicht aus. Darum sind Jungstörche gerade im Alter von drei bis fünf Wochen in besonderer Weise durch Nässe und Kälte gefährdet..
 
Sind mehrere Junge im Nest, dann versuchen sie, sich zu schützen, indem sie eine Wärmepyramide bilden (siehe Foto auf Titelseite HP). Sie schieben sich dann zu einem lebenden Klumpen zusammen,  so dass jedes von ihnen nur noch in einem Teilbereich von Regen und Kälte direkt betroffen ist und sie sich mit den anderen Körperflächen gegenseitig wärmen können.
 
Im Nest von Fridolin und Mai in Leiferde leben derzeit noch zwei der ursprünglich vier geschlüpften Jungen. Gestern konnte ich per Webcam beobachten, wie die beiden sich aneinander drückten, ihre Hälse umeinander legten und versuchten, sich mit den Flügeln zu umschlingen, um so ihre eigene Angriffsfläche für Regen und Kälte möglichst gering zu halten. Anbei zwei heutige Sreenshots von diesem Nest und dem in Hohne auf der Kirche.  Die Jungen sind nun 23 Tage alt. Hoffentlich überleben sie die nächsten Tage.
Dienstag, 12. Mai 2026
Kreis Gifhorn: Zum Schutz der Störche:  Nestmaterial entfernt, Strommast gegen Landungen gesichert
in Meine hatte ein junges Storchenpaar begonnen, auf einem Seitenarm eines Y-Strommastes ein Nest zu bauen. Was zunächst ziemlich problemlos erschien, erwies sich aber dann doch  für die Störche als höchst gefährlich. So konnte ich beobachten, wie ein Störstorch auf dem gegenüberliegenden Seitenarm vom Neststorch direkt angegriffen wurde und beim Versuch, abzufliegen, zwischen die stromführenden Seile geriet. Auch der Neststorch war bei seiner Attacke stromführenden Teilen sehr nahe gekommen - ohne dass glücklicherweise einer von ihnen zu Tode kam.
 
Um solche Gefährdungen der Störche jetzt und in Zukunft (man muss dabei auch zukünftige noch nicht ganz flugsichere Jungstörche  im Blick haben) zu vermeiden, wurde gemeinsam von der Unteren Naturschutzbehörde, mir als Weißstorchbetreuer und dem Stromversorger LSW beschlossen, dass das bisher eingetragene Nistmaterial entfernt und und der Mast mit Andreaskreuzen, Büschelabweiser u.a. gegen künftige Landungen gesichert werden soll. Dies ist nun heute geschehen.
 
Es ist angedacht, möglichst noch in dieser Brutsaison  ein  Alternativ-Nistangebot auf Mast an einem geeigneten Platz bereit zu stellen.   
Montag, 11. Mai 2026
Sie haben ein Problem
Er: DEW 7T 033, und sie: DEW 1V 455, fanden  bereits als Zweijährige 2023 in Rothemühle, Okerstr. 51 zusammen. Hoch oben auf einer Eiche bauten sie ein im Vorjahr begonnenes Nest weiter aus. Sie paarten sich, machten auch Sitzproben, brüteten aber noch nicht. 2024 zogen die beiden auf das Nest Rothemühle-Mühle um. Zu einer Brut kam es abermals nicht. Es waren keine Eier gelegt worden. Das Gleiche wiederholte sich dort 2025. 2026 zog das Paar auf das Nest in Walle um. Er hatte in der Region überwintert, sie als Ostzieherin kam am 17. März hinzu. Was schon fast zu erwarten war, trat ein: Wieder wird nicht gebrütet. Manchmal hatte man den Eindruck, als wollten sie das Glück aktivieren. Da saßen sie dann längere Zeit beide nebeneinander im Nest,  aber auch das half nicht. Inzwischen hat der Bruttrieb nachgelassen.
 
Das Weibchen dieses Paares hat somit nun schon zum vierten Mal in Folge keine Eier gelegt. Es kommt eben auch  im Tierreich  vor, dass Eltern keinen Nachwuchs bekommen können. Läge hier der Grund dafür beim Männchen, würde es zumindest - wenn auch unfruchtbare - Eier geben. Das ist aber nicht der Fall.
Montag, 4. Mai 2026
Untermieter unerwünscht
Nachdem das Storchenpaar der letzten Jahre  nicht mehr da ist, gab es mehrere neue Interessenten am Nest in Hoitlingen. Vor zwei Wochen hat nun  ein vermutlich noch junges Storchenpaar das Nest bezogen. Es musste dann feststellen: Wir haben noch einen Untermieter. Turmfalken brüten in einer Höhle im unteren Nestbereich. Dieses Geschehen direkt unter ihnen missfällt allerdings den Störchen. Wenn nun die Turmfalken ihre Nesthöhle anfliegen wollen, versuchen von oben herab die Störche, das zu verhindern. So bemühten sich gestern die Turmfalken laut schimpfend bald eine halbe Stunde lang vergeblich, ins Nest zu gelangen (Beobachtung und Foto Rita Lunde).  
Donnerstag, 30. April 2026
Senderstorch  is back to  the roots
Am 24. April hielt sich Senderstorch DER AHH O7, nach seinem Heimatort in Bayern „Frensdorf“ genannt, noch in unserer Region auf. Dann zog er weiter Richtung  Elbe und von dort mit einem leichten östlichen Bogen südwärts. Als sein nächstes Ziel stellte sich dabei der Ort heraus, in dem er 2024 aufwuchs und besendert wurde. In Frensdorf traf er am vorgestrigen 28. April ein (Screenshot Reiseroute Animal Tracker). Will er nach seiner langen zweijährigen Reise für den Rest der Storchensaison nun hier bleiben und wird  möglicherweise sogar versuchen, ein eigenes Nest zu finden?
Freitag, 24. April 2026
Senderstorch ist noch im Gebiet
DER AHH 07, "Frensdorf" nach seinem Geburtsort genannt, dessen Lebenswege über Animal Tracker zu verfolgen sind, hält sich weiter in unserer Region auf. Vorgestern war er wieder auch auf der Alba-Deponie. Dabei ist es Gerhard Braemer gelungen, außer dem Storch selbst und seinem Ring auch den auf dem Rücken befestigten Sender aufs Bild zu bekommen. Gestern früh suchte er auf dem Sportplatz von Wendezelle nach Nahrung, kehrte aber gegen Mittag wieder in den Raum BS Rieselfelder-Alba Deponie zurück.
Die Jungen schlüpfen...
... inzwischen auch in weiteren Nestern. Im Kreis Celle wurde dies aus Altencelle gemeldet. Im Nest in Hohne auf der Kirche waren gestern die ersten beiden Köpfchen zu sehen (Webcam über www.gemeinde-hohne.de). Im Kreis Gifhorn hatte das Paar in Gifhorn Kästorf den Anfang gemacht. Im Nest von Fridolin und Mai auf dem Schornstein im NABU AZ Leiferde waren gestern schon vier Junge zu erkennen (über storchencam-2.click2stream.com). Gefüttert wird nun auch in Allerbüttel, Didderse, Klein Schwülper Okerstraße 19 und Lagesbüttel-Schunterbrücke.
 
Wienhausen hat ein neues Storchenpaar
Innerhab von zwei Tagen waren am Samstag und Sonntag in Wienhausen (CE) beide Störche des Nestes auf dem Kloster gestorben. Ein Untersuchungsergebnis steht noch aus. Doch lange blieb des Nest nicht leer. Am Mittwoch (22.04.) traf ein vermutlich noch junges Storchenpaar ein. Bisher ist es geblieben.
Dienstag, 21. April 2026
Überraschung: Ein Senderstorch zu Gast
Am Samstag trug ja einer der beiden Störche auf dem neuen Nest in Seershausen einen Ring. Aufgrund seiner Nummer DER AHH 07 und mit Hilfe einer Internetrecherche der Zugwege besenderter Störche stellte sich dann heraus: Dieser Storch trägt einen Sender.

Das hatten wir im Kreis Gifhorn noch nicht. Es handelt sich um ein Männchen. Beringt und besendert wurde es nestjung am 13. Juni 2024 in Frensdorf (Bayern). Seitdem kann sein Lebensweg genau verfolgt werden, und auch, dass er in Seershausen landete. Von dort aus ist er dann später in das Gebiet BS Rieselfelder, ALBA Deponie und Okeraue geflogen, hat u.a. auch die neue Storchenkolonie in BS-Steinhof besucht.

Jeden Tag gibt es neue Daten. Gestern Abend wurde er weiter in dem Gebiet lokalisiert. Anbei ein Screenshotvon (Animal Tracker - siehe dort!) seiner Flugstrecken in zwei Wochen bis zum 18. April 17:00 Uhr. Da befand er sich auf einem Acker zwischen Seershausen und Ahnsen.  Anschließend übernachtete er in Seershausen.  
Samstag, 18. April 2026
Unsere ersten Jungen sind geschlüpft
Aus Gifhorn-Kästorf kommt die Nachricht, dass heute im Nest von Storchenmännchen „Georg“ und seinem unberingten Weibchen eindeutig eine Fütterung beobachtet werden konnte. Damit ist das Paar diesmal das erste im Kreis Gifhorn, bei dem nach 32 Tagen Brutzeit nun die ersten Jungen geschlüpft sind. In den nächsten Tagen wird in weiteren Nestern Nachwuchs erwartet.

Es geschah in nur  zwei Tagen
In Seershausen (GF) hatten zuletzt 1979 Störche gebrütet. Dies bewog nun eine örtliche Initiative, eine neue Nisthilfe bereit zu stellen (eine schon ältere war bisher nicht angenommen worden). Die LSW sponserte dazu den Mast und dessen Einsetzen. Gestern war es nun so weit. Kaum stand der Mast, es musste nur noch die Kette entfernt werden, da erschien bereits der erste Storch. Und dann dauerte es nicht lange, bis er sich auf dem Nest niederließ und klapperte. Anhand seines Ringes erwies er sich als dreijährig, aus Vollbüttel stammend. Heute Vormittag haben dann fünf Störche um das Nest gekämpft. Zwei setzten sich durch, bezogen das Nest, paarten sich. Dann suchen sie lange auf der Wiese davor nach Nahrung. Statt des gestrigen Ringstorches war nun ein in Süddeutschland beringtes Männchen dabei  (Beobachtungen und Fotos von Betreuer Friedrich Börner).
Nun hoffen natürlich alle, dass das Paar bleibt. Es ist aber nicht völlig ausgeschlossen, dass es sich bei den beiden um das Paar aus dem nahen Nachbardorf Meinersen handelt, von dessen Existenz wir erst heute erfahren haben. Was wird nun weiter geschehen? Es bleibt spannend.
Freitag, 17. April 2026
Trauriges Schicksal der Wienhäuser Störchin
Gestern Abend kam ein Notruf, dass ein Storch in der Nähe des Klosternestes aus großer Höhe auf die Straße gestürzt und nun offensichtlich stark beeinträchtigt sei. Vor Ort zeigte sich dann: Der Storch stand zunächst ziemlich apathisch am Mühlengraben. Den Hals bewegte er aber merkwürdig immer wieder hin und her. Bei kleinen Schritten knickte er weg, drehte sich fast. Dann flog er doch ab, konnte aber keine Höhe gewinnen, streifte ein Gebüsch, stürzte ab. Beim Versuch, weiter zu gehen, war die Gesamtkoordination nicht stimmig. Der Kopf wollte in die eine Richtung, die Beine in die andere. Immer wieder blieb er stehen, war voll im Stress. Dann doch ein weiterer Flugversuch. Der scheiterte am nächsten Busch. Es gelang dann, den Storch einzufangen. Er wurde noch am späten Abend in die NABU-Pflegestation nach Leiferde gebracht. Dort wurden bei ihm starke cebrale Störungen festgestellt, die sich über Nacht noch verstärkten. Nach eingehender Untersuchung am nächsten Morgen wurde er dann, um ihn vor weiterem Leiden zu bewahren, eingeschläfert.
 
Bei dem Storch handelte es sich, nach Größe und Gewicht zu urteilen, um die Störchin. Sie war vor einer Woche eingetroffen. Da war ihr Partner schon einige Tage da. Gebrütet wurde noch nicht. Nun steht das Männchen allein im Nest. Es besteht aber durchaus noch Hoffnung, dass er noch eine neue Partnerin findet. Was bei der Störchin die schweren celebralen Störungen ausgelöst haben mag, ist unklar, ebenso, ob sie Ursache des Absturzes waren oder erst dadurch erfolgten.
Mittwoch, 15 April 2026
Weitere Neuansiedlungen im Celler Land
Zu den bisher schon drei Neuansiedlungen sind nun noch zwei hinzugekommen. Auf einem hohen Schornstein in der Breiten Straße in Celle Neuenhäusen baut nun ein Storchenpaar, dessen einer Partner zwei Jahre alt ist und aus Ummern stammt, sein Nest. Drei Jahre alt und aus Jeversen stammend ist das Männchen des Paares, das sich nun in Poitzen (bei Faßberg) angesiedelt hat. In diesem Ort bei Faßberg hat es noch nie eine Storchenbrut gegeben. An diesen Beispielen wird auch deutlich, dass nun der starke Geburtenjahrgang 2023 mit damals erstmals über 4000 flüggen Jungen in Niedersachsen brutreif wird.
Dienstag, 14 April 2026
Neuansiedlungen im Kreis Celle
In der Gemarkung Wathlingen wurde nun entdeckt, dass ein Storchenpaar begonnen hat, ein Nest auf einer abgestorbenen Weide in Fuhsenähe zu bauen (Foto Rolf Jantz). Der Standort ist schon bemerkenswert, denn er liegt 2,5 km vom Ortsrand entfernt an einem Weg, der auch von Hundehaltern benutzt wird. Das neue Paar, von dem das Männchen einen Alu-Ring über dem rechten Fuß trägt, wird als sehr scheu beschrieben. Das sind keine einfachen Voraussetzungen dafür, dass es den Störchen gelingt, sich hier zu etablieren. Eine weitere Neuansiedlung  gibt es in einem Nest auf Mast in Thören in Sichtweite zum anderen Nest. In Hohne scheint sich ein drittes Paar festzusetzen auf dem gekappten Baum in der  Dorfstraße. Das Nest nimmt Gestalt an.  

Somit gibt es im Kreis Celle in diesem Jahr nun schon drei Neuansiedlungen. Ein weiteres Paar soll sich auf einem gekappten Baum im Güldenen Winkel in Celle-Lachtehausen aufhalten. Aus dem erstmals vor zwei Jahren besiedelten Westohe wird gemeldet, dass nun ein Paar eingetroffen ist.
Montag, 13. April 2026
Storchenkämpfe im Kirchspiel Hohne - auch Zweijährige sind dabei
Seit Anfang April ist doch sehr viel Bewegung bei den Störchen in Hohne, Spechtshorn und Ummern. Mehrere neue Interessenten versuch(t)en sich hier niederzulassen. Es gab und gibt zum Teil heftige Kämpfe um die Nester und auch beim Versuch, sich ganz neu anzusiedeln. Zeitweise waren bis zu fünf Störche daran beteiligt.
 
In Ummern-West ließ sich dann ein junges Paar auf dem durch die Abwanderung des bisherigen Brutpaares (sie wechselte auf das Kirchennest in Hohne, er auf das Nest Ummern-Ost) frei gewordenen Nest nieder. Die beiden wurden zwar weiterhin angegriffen, behaupteten sich aber bisher. Mindestens einer der beiden ist, an seinem Ring zu erkennen, erst zwei Jahre alt. Ob es schon zur Brut reicht?

Im Nest auf der Eiche Ummern-Hauptstr. 18 hatte das Paar bereits mit der Brut begonnen. Dann wurde von Kämpfen auch an diesem Nest berichtet. Seitdem stehen aber nun wieder oft beide Störche länger im Nest und fliegen manchmal auch gemeinsam ab. Ein Brutabbruch ist erfolgt, doch das Paar konnte sich behaupten. Vielleicht gibt es ja noch ein Nachgelege.
 
In Hohne versuchte zumindest ein Storch, in der Mitte zwischen den beiden bestehenden Nestern auf der Kirche und Im Knickbusch sich auf einem gekappten Baum an der Hauptstr. 11 anzusiedeln. Zunächst blieb es bei dem Versuch. Gestern wurden wieder Kämpfe von dort  gemeldet. Vor Ort zeigte sich, dass es inzwischen Fortschritte beim Nestbau gegeben hat. Und - nun standen zwei Störche darauf. Offensichtlich hatte sich ein Paar gefunden. Auch hier war der eine beringt und erwies sich ebenfalls als zweijährig. Ob es wohl was wird mit dem dann ja auch dritten Nest in Hohne? In Spechtshorn wurden die dort zunächst eingetroffenen Störche inzwischen von dem bisherigen Paar abgelöst.
 
Und auch im Nachbarort Müden wurde gekämpft. Von dort kam heute Morgen die Nachricht, es würde ein blutender Storch auf dem Hausdach gegenüber dem Storchennest Molkereiweg stehen. Dort hatte das Paar bereits mit der Brut begonnen. Vor Ort zeigte sich: Der im Brustbereich blutende Storch gehörte nicht zum Nest. Er hatte  sich die Verletzungen wohl zugezogen, als er versuchte, aufs Nest zu kommen. Dann kam der zweite Brutstorch zurück und vertrieb den Angreifer. Die Brut hat das Geschehen offensichtlich unbeschadet überstanden.
Sonntag, 12. April 2026
Erstansiedlungen
Die Zahl der Storchenpaare steigt bei uns seit vielen Jahren (jedenfalls bis 2025). Da kommt es zuweilen vor, dass sich Störche auch dort ansiedeln und brüten, wo es das bisher noch nie oder schon viele Jahrzehnte nicht mehr gegeben hatte. Im letzten Jahr war dies in Eutzen, Rolfsbüttel und Schweimke der Fall. In diesem Jahr könnte Bechtsbüttel hinzukommen. In dem vor Ort gefertigten Nest auf einem von der LSW gesponserten Mast hat sich nun vor zwei Wochen ein Storchenpaar niedergelassen -  und ist bisher geblieben (Foto Th. Friedrichs). Einer der beiden Störche ist vier Jahre alt und hat im letzten Jahr bereits erste Erfahrungen auf einem neu gebauten Baumnest in BS - Gut Steinhof gemacht. Da allerdings noch ohne Bruterfolg. Beim zweiten Storch - er ist unberingt - hat es den Anschein, dass er noch sehr jung  ist. Aktuell fliegen beide auch zwei Wochen nach der Ankunft zuweilen noch gemeinsam vom Nest. Nun sind alle im Ort gespannt, ob sie auch brüten werden.
Freitag, 10. April 2026
Kämpfe nun schon am dritten Tag
In Groß Schwülper war das Männchen des Vorjahres wiedergekommen, dazu eine neue Störchin. Die beiden begannen, außer dem Nest auf dem Hausdach im Schloßgarten, auch ganz in der Nähe in der Parkstraße oben auf einer Buche ein weiteres Nest zu bauen (Bericht 5. April). Vorgestern gegen Abend kam nun die bisherige Störchin zurück und versuchte ihren Platz zurück zu erobern. Es wurde heftig zwischen den beiden Weibchen gekämpft. Das setzte sich noch gesteigert am gestrigen Tage fort (Fotos Maja Lier). Das Kampfesgeschehen spielte sich hauptsächlich auf dem Dachnest ab. Mal schubste die eine die andere vom Nest, so dass die das ganze Dach runterrutschte, mal war es umgekehrt. Es wurde mit den Schnäbeln attackiert und verteidigt. Dabei floss auch Blut. Das Männchen stand daneben, griff aber nicht ein. Es ist eben so, dass immer die Gleichgeschlechtlichen gegeneinander kämpfen. Auch heute werden weitere Angriffe gemeldet. Da beide Weibchen unberingt sind, kann man nicht sagen, welche von ihnen bisher die Oberhand behalten hat. Da nachts das Paar auf dem neuen Baumnest steht, könnte es die neue Störchin sein.
Donnerstag, 9. April 2026
Schon zwei Brutabbrüche
Wenn ein Storchenpaar, das bereits brütet, mit einem Male wieder länger im Nest steht oder es sogar zu zweit verlässt, ist klar: Es wird nicht mehr gebrütet. Ein Brutabbruch ist erfolgt. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Gerade jetzt in der ersten Phase der Brutzeit führen oft Kämpfe um das Nest, so manches Mal auch mit Partnerwechsel verbunden, zum Abbruch. Mal werden die Eier bei den Kämpfen zerstört, mal danach vom neuen Neststorch „entsorgt“.  
 
Der erste  Brutabbruch im Kreis Gifhorn erfolgte am 7. April in Lingwedel-Gamsener Weg. Da stellte das Männchen der Vorjahre bei der Rückkehr aus dem Winterquartier fest, dass ein anderes Männchen seinen Platz eingenommen hatte und das Paar schon mit dem Brüten begonnen hatte. Nach heftigen Kämpfen, bei denen auch zwei schon gelegte Eier zerstört wurden, ist nun das Paar der letzten beiden Jahre wieder vereint.
 
In Leiferde im Nest auf dem Kirchenkreuz war die Störchin vom Vorjahr noch nicht eingetroffen. Ihren Platz an der Seite des langjährigen Männchens hatte die letztjährige Störchin aus Ausbüttel-Dorf eingenommen. Auch hier hatte die Brut schon begonnen, als nach Ostern festgestellt wurde: Nun stehen beide Störche längere Zeit im Nest und verlassen es auch mal zu zweit. Also war es auch hier zum Brutabbruch gekommen.

Vermutliche Ursache waren wohl Attacken eines jungen, dreijährigen Storches vom Nachbarnest Plack. Der konnte sich zwar nicht durchsetzen, aber die Eier wurden zerstört. Nicht völlig auszuschließen ist aber auch, dass die Störchin vom Vorjahr nun angekommen war und ihren von der Neuen besetzen Platz zurückerobern wollte. Bei beiden Möglichkeiten war das Ergebnis gleich: Gewonnen hat das aktuelle Paar, konnte aber den Brutabbruch nicht verhindern. Nun wird auf ein Nachgelege gehofft.
Dienstag, 7. April 2026
Gute Nachrichten für die nächsten Ostzieher
In den letzten gut zwei Wochen trafen relativ wenige Meldungen über das Eintreffen weiterer Störche auf den Nestern im Kreis Gifhorn ein - und wenn, dann waren es vor allem junge  Westzieher auf der Suche nach einem geeigneten Brutplatz. Aber von den Ostziehern fehlen auch bei uns doch noch etliche. Für sie gibt es jetzt gute Flugbedingungen. Ich zitiere im Folgenden (mit Genehmigung des Verfassers ) aus seinem Beitrag vom 6. April 2026 in der Homepage von Stefan Kroll (www.stoerche-doberan.de).  

Jetzt ist der Weg frei für die Hauptwelle der Ostzieher

Nach einer langen Phase schlechten Wetters über Südosteuropa haben sich die Bedingungen auf der letzten Zugetappe der Ostzieher seit gestern merklich gebessert - damit dürfte der Weg frei sein für die erwartete Haupteinflugwelle. Unterstützt von viel Sonnenschein und einem ab Mittwoch für längere Zeit auf östliche Richtungen drehenden Wind sollten sich die Nester bis zum kommenden Wochenende zügig füllen.
Ostersonntag, 5. April 2026
Der Trend geht zum Baumnest
Baumbruten nehmen zu. Gekappte und ausgelichtete, Bäume mit einer abgebrochenen Spitze und auch ganz "normale" mit einem frei anfliegbaren Seitenast üben offensichtlich eine Anziehungskraft auf ansiedlungswillige Störche aus.
 
Besonders viele Baumbruten finden wir dort, wo richtige Storchenkolonien entstehen. Am meisten gibt es davon in der Umgebung der Storchenstation Berne (Wesermarsch). In Verden haben sich 20 Storchenpaare auf Bäumen in der der Nähe der Storchenpflegestation niedergelassen, in Mesmerode (Region Hannover) sind es 20, davon 6 auf einer Eiche (Foto R. Löhmer). Der Rekord liegt bei 15 (damals 13) besetzten Storchennester auf einer einzigen Eiche im Tierpark Nordhorn, zu sehen in der Bildergalerie auf der Titelseite dieser Homepage (Foto W. Jürges). Es handelt sich übrigens in allen Fällen um Wildpaare, die nicht zugefüttert werden.
 
Auch in unserer Region ist so eine Storchenkolonie entstanden. Von den derzeit 11 besetzen Nestern in Gut Steinhof (Braunschweig-Nord) sind 8 auf Bäumen gebaut. Im Kreis Gifhorn haben im vergangenen Jahr 7 Storchenpaare in einem Baumnest (ohne menschliche Nisthilfe) gebrütet, und zwar in Eutzen, Hülperode-Zollhaus, Leiferde-Plack, Neudorf-Platendorf Dorfstr. 27, Rothemühle Okerstr. 51 und 67, sowie Ummern Dorfstr. 18. In Rötgesbüttel-Masch baute ein Paar sein Nest auf einer gekappten Weide, es kam aber noch nicht zur Brut.
 
Doch etwas ungewöhnlich ist hingegen das aktuelle Nestgeschehen in Groß Schwülper. Im Nest auf dem Hausdach Im Schlossgarten 6  haben  die Störche in den letzten vier Jahren 8 Junge großgezogen. Auch diesmal ist das Männchen vom Vorjahr wieder da. Das Weibchen hingegen ist neu. Die ersten Tage nach der Ankunft verliefen normal. Doch nun stellen wir fest: Jetzt bauen die beiden in nicht einmal 100 Entfernung ganz oben auf dem seitlichen Geäst einer Buche ein neues Nest (Foto privat). Interessenten dort und am bisherigen Nest werden verjagt. Es sieht ganz danach aus, dass dies nun das neunte aktuelle Baumnest im Kreis Gifhorn wird. Was die Störche ihrem Standortwechsel veranlasst hat, ist unklar. Ob das neue Weibchen da auch ein Wörtchen mitgeredet hat?  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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