Hülperode - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Hülperode

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Nest auf der Kastanie, Am Alten Zollhaus
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
2022


1
2022
Im Vorjahr hatte ein Storchenpaar damit begonnen, auf dem Seitenast einer Kastanie ein Nest zu bauen. Zu einer Brut kam es aber noch nicht. Doch das änderte sich in diesem Jahr. Ein Paar mit zumindest einem neuen Männchen siedelte sich an. Es baute das Nest weiter aus und brütete. Mindestens zwei Junge schlüpften und wurden flügge. Dieser Bruterfolg ist umso bemerkenswerter, da das neue Nest in Sichtweite zu dem am Grenzweg liegt. Das dortige Brutpaar ließ die neuen Nachbarn gewähren.

Nest auf Mast am Grenzweg
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
2022


2
202124.02.02.03(2) DEW 2T 507
2
202012.02.15.02.
0
201920.02.21.02.
0
201817.02.17.02.- wie Vorjahr -0
201717.02.17.02.DEW 5X 425
4
201620.01.24.02.- wie Vorjahr -3
201522.03.23.03.- wie Vorjahr -4
201401.04.02.04.(1) DEW 6X858
4
201310.04.14.04.(2) DEW 6X858
3
201216.04.16.04.DEW 6X858
2
2022
Anfangs wurden drei Junge gesichtet. Eins starb und wurde bei der Beringung vom Nestrand entfernt. Außerdem lagen da aber auch noch zwei Eier im Nest. Die Embryos in ihnen waren vorzeitig abgestorben. Ob dies durch zeitweilige Auskühlung oder aus anderen Gründen geschah, war nicht zu klären. Klar ist, dass anfangs mindestens fünf Eier gelegt und bebrütet sein müssen.
2021
Auf das Nest am Grenzweg neu gekommen ist in diesem Jahr das Männchen mit der Ringnummer DEW 2T 507. Nach dem letztjährigen Brutabbruch in Wehnsen (Kreis Peine) hatte es sich nun zu einem Wechsel entschieden. Das zunächst hier befindliche Männchen wurde vertrieben. In nun neuer Zusammensetzung zog das Paar drei Junge groß. Eins von ihnen starb noch im Alter von 6 Wochen. Die anderen beiden wurden flügge. Damit waren die Hülperoder Störche am Grenzweg nach dreimaligem Brutabbruch zuvor nun wieder erfolgreich.
2020
Zum dritten Mal in Folge starben die Jungen im Alter von ca. 2 Wochen. Die Ursache ist unklar. Unmittelbar danach wurde sofort wieder und dann noch viele Wochen lang gebrütet, allerdings ohne Erfolg. Dies lässt darauf schließen, dass im Nest noch mindestens ein unbefruchtetes Ei lag, dem sich die Eltern nach dem Verlust der Jungen wieder zugewandt und es nun zum zweiten Mal bebrütet hatten. Ein ähnliches Geschehen wurde in Nienhagen im Kreis Celle per Webcam beobachtet und dokumentiert.
2019
Es gab erneut einen Brutabbruch. Im Vorjahr war der Grund der Ausfall des Männchens gewesen. Es wurde danach nie wieder gesichtet, so dass es vermutlich tot ist. Diesmal – mit auf jeden Fall neuem Männchen - schlüpften mindestens zwei Junge. Nach einer Woche konnten sie noch bei der Fütterung beobachtet werden. Allerdings brauchte der Altstorch ungewöhnlich lange, bis er endlich die Nahrung ausgewürgt hatte. Wenige Tage danach war kein Leben mehr im Nest. Warum es zum Brutabbruch kam, bleibt unklar.
2018
Bis zum Schlüpfen der Jungen war der Brutverlauf normal. Dann verschwand das Männchen spurlos. Da ein Storch allein seinen Nachwuchs nicht aufziehen kann, hatten die Jungen keine Chance und starben. Einige Zeit nach dem Brutabbruch akzeptierte dann das Weichen ein neues Männchen.
2017
Das nach Errichtung der Nisthilfe seit 2012 dort brütende Männchen kehrte in diesem Jahr nicht wieder zurück. Das bemerkte sehr schnell das Männchen aus dem benachbarten Harvesse und nahm dessen Platz ein. Auch in der neuen Zusammensetzung war das Paar erfolgreich. Zum dritten Mal in sechs Jahren wurden dort vier Junge flügge. Es ist dies von den Nahrungsvoraussetzungen her wohl mit der günstigste Neststandort im Kreis Gifhorn.
2016
Viele Westzieher kehrten in diesem Jahr so zeitig wie noch nie zuvor zurück. Den Rekord dabei hält das Hülperoder Männchen, das bereits am 20. Januar und damit zwei Monate eher als bisher eintraf. Auch das Weibchen kam einen Monat früher. Der 1. April als Brutbeginn war dann aber nur vier Tage vor dem im letzten Jahr. Von den zunächst gesichteten vier Jungen im Nest wurden drei flügge.
2015
Im vierten Jahr in Folge war das Nest am Grenzweg besetzt. In dieser Zeit wurden nun bereits 13 Junge flügge. Somit erweist sich der Standort zwischen Okeraue, Alba-Deponie und Rieselfeldern als sehr günstig für die Aufzucht des Storchennachwuchses. Hinzu kommt, dass in diesen vier Jahren immer dasselbe Paar gebrütet hat.
2014
Das zwischen Okeraue und Rieselfeldern gelegene Nest besitzt offensichtlich eine große Anziehungskraft. Bereits im März ließen sich mehrfach Einzelstörche und auch Paare darauf nieder. Als dann aber am 1. und 2. April das Paar der letzten beiden Jahre eintraf, stellten die beiden die alten Verhältnisse rasch wieder her. Es ist erfreulich, dass alle diesmal sogar vier Jungen die kalte Regenphase Ende Mai unbeschadet überstanden – sie waren da gut zwei Wochen alt - und auch sämtlich flügge wurden.
2013
Anfangs erhielt das Nest Besuch vom Storchenpaar aus Klein Schwülper und einem dreijährigen in Osloß geborenen Ringstorch. Dann kam ein unberingtes Weibchen, bei dem es sich wohl um das vom Vorjahr handelte. Mehrere Tage wies es alle männlichen Bewerber ab. Als aber das beringte Männchen DEW 6X858 vom Vorjahr eintraf, wurden die beiden sofort wieder ein Paar. Diesmal zogen sie sogar drei Junge groß.
2012
Eine Besetzung des Nestes gleich im ersten Jahr - das spricht für einen günstigen Standort. Dieser wurde zwischen den beiden Nahrungsgebieten Okeraue und Rieselfelder am Grenzweg in Häusernähe gewählt. Nach einigen Kurzbesuchen etablierte sich ein Paar, von dem zumindest das dreijährige Männchen noch sehr jung war. Zwei Junge wuchsen heran. Bei ihrer Beringung zeigte sich, dass sie sich - im Vergleich mit anderen Gleichaltrigen - in einem ausgesprochen guten Ernährungszustand befanden.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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