Celle Stadt - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Baumnest auf abgebrochener Lärche, Fritzenwiese
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202215.02.15.03.
1
202120.02.28.04.
2
202012.02.03.04.
0
201902.03.21.03.
2
201808.03.30.03. (DEW 4T 769)
2
201706.03.30.03.
1
201614.03.04.04.
(DEW 1T 692)
1
201523.04.23.04.
2
201427.02.28.02
0
201321.04.24.04.
(2) DEW 9X 412
3
201218.04.21.04.
(1) DEW 3X 951
1
201120.04.14.05.
-
201008.04.12.04
1
200905.04.12.04.
2
200812.04.13.04.
0
200725.04.03.05.
-
2022
Am 15. Februar erreichte das Männchen das Nest. Am 1. März erschien ein Weibchen, blieb aber nur über Nacht und zog dann weiter. Erst am 15. März war das Brutpaar komplett. Anfangs waren zwei Köpfchen von Jungstörchen zu sehen, aber einer verstarb. Am 27. Juli flog dann der flügge gewordene Jungstorch ab und wurde nicht mehr auf dem Nest gesehen.
2021
Am 20.02. kam das unberingte Männchen der letzten Jahre. Da das Weibchen 2020 durch einen Unfall ausgefallen war, war die Frage: kommt ein neues Weibchen und wann? Am 18.03. kam dann eine Störchin, zog aber am 23.3. wieder ab. Am 25.03. kam dann DEW 7T 801. Sie wurde 2018 in Winsen/Aller beringt, blieb nur bis zum 28.03. und zog dann nach Ummern weiter. Am 08.04. traf ein unberingtes Weibchen ein. Es wurde gebrütet und es schlüpften drei Junge, von denen eines verstarb. Am 07.08. machten sich die beiden Jungstörche zu einem gemeinsamen Ausflug bereit und drehten ihre Runden über der Stadt.
2020
Am 12.02., also so früh wie noch nie, erschien das Männchen. Er musste aber bis zum 03.04. warten, erst dann gesellte sich ein Weibchen zu ihm. Es wurde gebrütet und ab dem 17.05. gefüttert.

Am 31.05. bekamen wir die Nachricht, dass ein verletzter Storch an der Lachte stehen würde. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Celle wurde dieser Storch eingefangen. Da er unberingt war, war nicht gleich klar, an welchem Standort dieser Altstorch nun für die Aufzucht der Brut fehlen würde. Die Beobachter der Nester im Umkreis wurden alarmiert und bald war klar, dass dieser schwer verletzte Storch vom Standort Celle/Stadt stammte. Am 01.06. wurden dann die Jungen mit Hilfe der Feuerwehr (Einsatzbericht mit Fotos auf der Homepage der FFW Celle) geborgen und ins das Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht.

Hier zeigte sich wieder einmal: Storchenarbeit ist Teamarbeit. Ob es die Melder, die Beobachter vor Ort oder die Hilfe der Feuerwehr war: alle haben dazu beigetragen, dass diese drei Jungstörche in Leiferde groß werden und von dort aus die Reise in den Süden antreten konnten.
2019
Bei der Beringung zeigte sich bei den beiden Jungen ein doch deutlicher Größenunterschied. Das hatte dann später auch zur Folge, dass das eine Junge am 2. August abzog, während sein Geschwister erst 11 Tage danach folgte. Übrigens: Der 2018 mit der dann doch nicht zutreffenden Diagnose „Hautkrebs“ in der Tierärztlichen Hochschule Hannover behandelte Celler Jungstorch wurde über Winter in Leiferde wieder gesund gepflegt und dort im Frühjahr ausgewildert.
2018
Das kleinere der beiden Jungen schaffte es bei seinem ersten Abflug vom Nest nicht, dorthin zurück zu kehren. Es kam nach Leiferde. Dort wurde außer Untergewicht (nur 2 kg) und einer Fußverletzung eine Entzündung im Schnabelbereich festgestellt. Nach Entfernung der Wucherungen in der Tierärztlichen Hochschule bestätigte sich die erste Diagnose Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom) nicht. Der Jungstorch wird nun in Leiferde weiter gesund gepflegt und soll dann dort im nächsten Jahr ausgewildert werden.
2017
Anfangs wurden vier Junge gesichtet. Nach einer Schlechtwetterphase war es dann nur noch eins. Das schaffte es bei seinem ersten Flugversuch nicht, wieder aufs Nest zurück zu kehren. Verletzt wurde es im Garten unterhalb geborgen und in die Pflegestation nach Leiferde gebracht. Dort ist es dann „richtig“ ausgeflogen – wie übrigens auch der im Vorjahr mit einer Schnabelkrümmung dort eingelieferte Celler Jungstorch. Dem werden gute Chancen eingeräumt, auch mit dieser leichten Behinderung in Freiheit zu überleben.
2016
Nach dem Männchen erschien zunächst ein neues, erst dreijähriges Weibchen. Das musste dann aber seiner Vorgängerin weichen. Nur ein Junges wuchs heran. Durch einen nahe vorbeifliegenden Heißluftballon wurde es vom Nest gescheucht und fand nicht mehr zurück. Unten auf der Straße geborgen kam es in die Pflegestation in Leiferde. Dort wurden zwar keine Verletzungen, wohl aber eine Krümmung der oberen Schnabelspitze festgestellt. Ob es damit in Freiheit überleben kann, ist derzeit noch unklar.
2015
Erst knapp zwei Monate nach dem Paar im Vorjahr blieben diesmal zwei Störche. Vermutlich waren es wieder andere als im letzten Jahr. Auffällig ist, dass dieser nun seit neun Jahren bestehende Neststandort zwar in jedem Jahr besetzt wurde, die Brutstörche jedoch häufig wechselten. Von den beiden flüggen Jungen kollidierte eins kurz nach dem ersten Ausfliegen mit einer Hauswand. Es wurde geborgen und nach Leiferde gebracht. Von dort ist es dann mit anderen Pfleglingen abgezogen.  
2014
Als bereits Ende Februar das Nest von einem unberingten Paar besiedelt wurde, war klar: Es musste sich diesmal um Westzieher handeln, und nicht dabei war das beringte Männchen des Vorjahres. Im Gegensatz zu seinem damals erst zweijährigen Vorgänger beteiligte es sich voll am Brutgeschäft. Als dann der kalte Dauerregen Ende Mai kam, waren die drei Jungen zweieinhalb Wochen alt. Sie überlebten nicht. Kurz darauf verließen beide nun verwaisten Eltern das Nest und kehrten nicht mehr zurück. Dies lässt darauf schließen, dass es sich um ein noch sehr junges Paar handelte. Für die restliche Saison blieb das doch ziemlich versteckt liegende Baumnest leer.  
2013
Zuerst traf das Weibchen ein, dann mit Ring ein neues, erst zweijähriges Männchen. Das war 2011 im Zoo Rheine (NRW) groß geworden. In den ersten beiden Wochen nach dem Schlüpfen wurden vier Junge im Nest gesichtet, dann noch drei. Die wurden flügge, obwohl sich das Männchen nur sehr wenig am Brutgeschäft beteiligte. Für den Bruterfolg wichtige Voraussetzungen waren eine erfahrene Störchin und die nach dem Hochwasser der Aller guten Nahrungsbedingungen in Nestnähe.
2012
Das im letzten November unter vielen Mühen installierte neue Nest wurde angenommen. Neu war dabei zumindest das vierjährige Männchen. Im vorigen Jahr brütete es noch letztlich erfolglos in Ahnsbeck. In diesem Jahr war es bis seiner Vertreibung durch das dortige vorige Männchen zunächst in Langlingen. In Celle aber klappte es. Von den beiden geschlüpften Jungen wurde eins flügge.  
2011
Lange musste das Männchen warten, bis am 14. Mai doch noch ein Weibchen eintraf. Eine Brut fand dann allerdings nicht mehr statt. Ende Juli zog das Paar ab. Am 26. August wurde durch heftige Sturmböen das Nest vollständig herab gerissen und zerstört. Noch in diesem November soll versucht werden, auf der oben abgebrochenen Lärche ein stabiles Nest zu installieren.
2010
Einer der beiden Jungen im Nest fiel durch unkoordinierte Flügelbewegungen auf. Darum wurde er mit Hilfe der Feuerwehr geborgen. In der TiHo Hannover stellte man einen dreifachen Flügelbruch fest. Es bleibt rätselhaft, wie das geschehen ist. Da dieser Jungstorch wegen seiner trotz aller tierärztlichen Bemühungen zurückgebliebenen Behinderungen nicht richtig fliegen kann, wird er nun im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde in der Gruppe der Storchenpfleglinge bleiben. Das zweite Junge wurde problemlos flügge.
2009
Auch im dritten Jahr in Folge war das Baumnest besetzt, und es wurden zwei Junge flügge – zum ersten Mal seit 1963 wieder in der Innenstadt (damals hinter dem Bahnhof) und seit Ende der sechziger Jahre auf einem Baumnest (damals in Nienhof). Nahrungsgebiete dieses Paares sind offensichtlich die Dammaschwiesen, die Fuhseaue bei Westercelle, die Alleraue unterhalb von Celle und das Schweinebruch im Bereich Altenhagen-Bostel-Gockenholz.
2008
Tatsächlich erschienen wieder zwei Störche, wahrscheinlich die vom Vorjahr. Das Nest wurde weiter ausgebaut und dann mit der Brut begonnen. Zwei Junge schlüpften, starben aber nach zwei Wochen. Grund wird sein, dass die noch unerfahrenen Eltern bei der großen Trockenheit nicht genügend Futter fanden.  
2007
In einem Gartengrundstück zwischen Fritzenwiese und Nordwall begann Anfang Mai ein Storchenpaar auf einer oben abgebrochenen Lärche ein Nest zu bauen. Zwischenzeitig ab und zu aushäusig setzten die beiden dann doch wieder ihr Werk fort. Das ging über Wochen hin. Es gelang Ihnen, eine Nestplattform zu schaffen, auf der dann auch beide stehen und übernachten konnten. Für eine Brut war es jedoch viel zu spät. Offensichtlich war das Paar noch zu jung dafür, übte aber schon mal. Ob die beiden im nächsten Jahr wiederkommen?
2006
Vermutlich gab es auch in diesem Jahr wieder ein neues Weibchen. Die beiden brauchten erst mal einen Tag, um sich aneinander zu gewöhnen. Dann aber blieben sie zusammen und überstanden manchen Kampf mit einem immer wieder angreifenden Drittstorch, der möglicherweise auf einer Eiche in Bockelskamp zeitweilig sein Nachtquartier hatte.
2005
Das diesjährige Weibchen war nicht beringt und somit neu. Beim Männchen hingegen spricht sein Verhalten dafür, dass es schon seit mehreren Jahren dasselbe ist. Von den zunächst vier Jungen wurden drei flügge und damit einer mehr als im langjährigen Schnitt.
2004
Am längsten von allen blieben die zwei Ahnsbecker Junggstörche. Als die anderen Jungen längst aus dem Celler Land abgezogen waren, verweilten sieDrei Wochen musste das Männchen warten, bis endlich ein gegenüber dem Vorjahr neues Weibchen blieb. Es war 2001 in Arnsnesta in Brandenburg beringt worden. Als nun dreijährige Erstbrüterin erwies sie sich aber weitgehend als überfordert. Sie blieb länger vom Nest weg und brachte nur wenig Futter an. Nur weil das Männchen den Hauptteil der Versorgung übernahm, konnten zwei Junge flügge werden. immer noch bei ihren Eltern. Erst am 28.08. machten sie sich auf den Weg - zwei Tage darauf ihre Eltern.
2003
Auch in austrocknenden Teichen fanden die Störche ihre Nahrung, darunter mehr als handtellergroße Brassen. Weil die für die Jungen noch zu groß waren, fraßen die Eltern sie dann wieder selbst auf. Beobachtet wurde auch, wie die beiden Jungen gleichzeitig einen vom Altstorch ausgewürgten Maulwurf packten. Weil keiner loslassen wollte, wurde die Beute immer mehr in die Länge gezogen, bis sie schließlich doch im Schnabel des stärkeren Jungen verschwand.  
2002
Vor Eintreffen der Störche wurde das Nest mehrfach von Nilgänsen aufgesucht. Bemerkenswert war, dass die vier Störche an vier Terminen abflogen: die beiden Jungen am 16. und 26.08., die Eltern am 29.08. und am 06.09. .  
2001
Eins von nach zwei Wochen gesichteten drei Jungen war fast doppelt so groß wie die beiden anderen. Grund könnte sein, dass dazwischen noch zwei andere Störche schlüpften, aber nur kurzzeitig überlebten. Möglicherweise hat es auch nach dem ersten Ei eine – eventuell durch Partnerwechsel bedingte - Legepause gegeben. Flügge wurden das große und zehn Tage darauf eins der beiden kleineren Jungen.  
2000
Im sechsten Jahr seit Bestehen des Nestes wurden erstmals drei Junge flügge. Das erste zog am 10.08. ab, die beiden anderen folgten drei Tage danach.
1999
Wenn beide Eltern gleichzeitig Futter suchen, obwohl die Jungen gerade mal 2½ Wochen alt sind, ist das ein Hinweis auf einen zumindest zeitweiligen Nahrungsengpass. In diesem Jahr war das in Altencelle so. Von den zunächst drei Jungen wurde dann letztlich nur eins flügge.  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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